tz-Kolumne

Heinrich heute: Wer verliert, wird relegiert

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Kai Bülows Tor rettete die Löwen.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal erklärt er Relegation.

Viele Menschen fragen uns: Was ist eigentlich eine Relegation? Nun, wir Lateiner wissen: Die Relegation war im alten Rom die mildeste Form der Verbannung. Der Bestrafte verlor zwar seine Heimat (vgl. 2. Liga, Grünwalder Stadion), behielt aber seine Bürgerrechte. Zudem war die Relegation oft befristet (ein oder mehrere Jahre). Weiterer Vorteil: Der Verbannte durfte sich selbst an den Ort seines Exils begeben und wurde nicht dorthin eskortiert (vgl. Uli Hoeneß, Blaskapelle). Es hätte für 60 also schlimmer kommen können. Deutlich härter als die Relegation wäre die Aquae et ignis interdictio, denn hier wird der Betroffene meist für vogelfrei erklärt. Wobei: Das kann Poschner durchaus noch passieren. Trotzdem verschafft das gute alte Latein Trost: Man steigt in Wahrheit gar nicht ab, man wird relegiert. Das klingt gleich viel eleganter.

Jörg Heinrich

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