Hell vor Delegiertenversammlung

"Es gäbe Gründe, Mayrhofer abzuwatschen, aber ..."

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Franz Hell.

München - Die Einladungen sind raus, fristgerecht. Und auch ein Saal in passender Größe wurde angemietet. Vieles spricht dafür, dass der TSV 1860 zumindest abseits des Fußballplatzes bald einen Erfolg feiern darf.

Um das juristische Kuddelmuddel um den Notvorstand Gerhard Mayrhofer, 52, zu entwirren, müssen die Delegierten, die es eigentlich nicht mehr gibt, noch einmal ran. Am Dienstag, 2. Dezember (ab 18.30 Uhr), kommt es im Kulturzentrum von Taufkirchen zu einer Neuauflage jener Versammlung, die im April 2013 mitverantwortlich dafür war, dass das Mitglied Helmut Kirmayer und sein Anwalt Heinz Veathier regionale Bekanntheit erlangten – und Mayrhofer so manche schlaflose Nacht verbrachte.

Konkret geht es bei der Zusammenkunft in der ersten Adventwoche vor allem um zwei Vorgänge, die es – rechtlich unanfechtbar – zu wiederholen gilt. Zum einen sind die 230 Delegierten dazu aufgerufen, sich noch einmal abzuschaffen, sprich: die neue Satzung mit der Rückkehr zum Mitgliederwahlsystem durchzuwinken. Zum anderen geht es um die spannende Frage, ob Notvorstand Mayrhofer das Vertrauen der Basis genießt. Mit 96 Prozent Zustimmung hatten ihn die Mitglieder am 14. Juli 2013 zum Präsidenten gewählt, doch bekanntlich kam dann der streitlustige Kirmaier aus der Deckung – und das Unheil nahm seinen Lauf. Gerichtsprozesse. Kleinkrieg auf unterster Ebene. Bis auf die Anwälte gab es keine Gewinner.

Zuletzt war nicht mehr viel Substanzielles von der Partei Kirmaier zu hören. Darf Mayrhofer also in Kürze zum zweiten Mal mit Jubelpose vors Löwen-Volk treten? Die Chancen stehen gut, glaubt der bestens vernetzte Langzeitfan Franz Hell. „Sicher gäbe es Gründe, den Mayrhofer abzuwatschen“, sagt der 60-Jährige. „Ich weiß aber, dass die meisten denken: Bloß kein weiteres Chaos!“ Wenn schon ein Weihnachtsfest im Tabellenkeller droht, dann will man wenigstens ein echtes Präsidium haben. Und nicht länger einen Not-Vorstand.

Uli Kellner

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