"Ausgerechnet der Manni"

Herzinfarkt! Nach Skilanglauf brach Wagner zusammen

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Kämpft um sein Leben: Löwenlegende Manni Wagner.

München - Große Sorgen um Manfred Wagner. Der Meisterlöwe liegt nach einer Herzoperation im Klinkum Großhadern im künstlichen Koma und kämpft um sein Leben.

Der 76-Jährige war vor zwei Wochen beim Skilanglaufen und ist wenig später zusammengebrochen. Es wurde ein doppelter Herzinfarkt festgestellt, worauf Wagner sofort operiert und anschließend in ein künstliches Koma versetzt wurde. Vor einer Woche sollte Wagner dann von den Ärzten wieder aus dem künstlichen Koma geholt werden, was aber nicht gelang. Jetzt heißt es nur abwarten und Daumen drücken.

Peter Grosser, der Kapitän der Meistermannschaft von 1966, macht sich natürlich große Sorgen. „Ausgerechnet der Manni“, sagte er. „Ich bin total geschockt. Schließlich war er ja immer noch ziemlich fit, und dann so was. Ich hoffe einfach, dass er bald aufwacht.“

Die fast gleichaltrigen Grosser und Wagner kennen sich schon seit der Nachkriegszeit. „Mit zehn Jahren haben wir gemeinsam beim FC Neuhofen in Sendling mit dem Vereinsfußball begonnen“, sagt Grosser. „Und fünfzehn Jahre später haben wir uns beim TSV 1860, als die Bundesliga startete, wieder zusammengefunden. Der Manni ist ja auch nach seiner Karriere ein tausendprozentiger Löwe geblieben, und er war derjenige, der immer unsere Treffen organisiert und dafür gesorgt hat, dass die Bindung zwischen uns Spielern nie abgerissen ist. Ich hoffe sehr, dass ich ihn bald wieder im Stadion begrüßen kann.“

267 Punktspiele hat Wagner zwischen 1958 und 1971 als rechter Verteidiger für die Löwen bestritten, dazu kamen noch etliche Pokal- und Europacup-Partien. Das größte war natürlich das Finale 1965 im Wembley-Stadion, trotz der 0:2-Niederlage gegen West Ham United. Wagner war übrigens auch der einzige Meisterlöwe, der nach dem Abstieg 1970 noch ein Jahr in der Zweiten Liga gespielt hat.

Auch die Verantwortlichen beim TSV 1860 sind in großer Sorge. „Manni ist ein Spitzentyp, der sich wahnsinnig für den Verein engagiert und immer da ist, wenn er gebraucht wird. Wir schicken ihm die besten Genesungswünsche und drücken ihm alle ganz fest die Daumen, damit er schnell wieder ganz gesund wird“, teilten die beiden Geschäftsführer Markus Rejek und Gerhard Poschner mit.

tz

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