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Hinterberger: "Bei uns wüsste Bell, woran er ist"

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1860-Sportchef Florian Hinterberger © sampics

München - Florian Hinterberger spricht Klartext: Der Sportchef bestätigt Kontakt zu Stefan Bell und David Jarolim und äußert sich zudem zur finanziellen Lage und zur Tabellensituation.

Der 1:0-Arbeitssieg in Ingolstadt – er hat auch Florian Hinterberger gutgetan. Auskunftsfreudig nahm der Sportchef des TSV 1860 Montag Mittag vor dem Löwenstüberl Platz, um unter der Spätnovembersonne die sportliche Situation zu diskutieren. An der machtpolitischen Front gibt’s nämlich nichts Neues. „Bitte haben Sie Verständnis, dass wir im Moment keine Stellungnahme abgeben möchten und unsere Auseinandersetzungen nur intern austragen möchten“, ließ Investoren-Statthalter Hamada Iraki ausrichten. Otto Steiner, der Aufsichtsratsvorsitzende des e.V. teilte mit: „Ich denke, dass die Diskussionen wieder auf die interne Ebene verlagert werden sollten.“

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mögliche Zugänge: „Marc Hornschuh (20, Dortmund), Mario Eggimann (30, Hannover), Stefan Bell, David Jarolim – es ist normal, dass man jetzt Kontakt mit Spielern und Beratern aufnimmt. Man muss sich alle Möglichkeiten offen halten, falls finanziell doch was geht. Zu Bell haben wir immer ein bisschen Kontakt. Bei ihm kommt’s drauf an, ob er’s in Frankfurt schafft oder nicht. Bei uns wüsste er, wo er dran ist. Es würde ihm nicht wie anderen Neuen gehen, die nach einem Viertel der Saison nicht mehr wissen, wo hinten und wo vorne ist. Mit Jarolim gab es einen Erstkontakt – es kann sein, dass mehr daraus wird, es kann aber auch sein, dass es im Sande verläuft. Grundsätzlich denke ich perspektivisch und suche Spieler, die kopfballstark sind, ausreichend schnell und fußballerisch was drauf haben.“

die finanzielle Lage: „Auch mit unseren aktuellen Budget kann man einen Kader zusammenstellen, der sich verbessert, nicht zuletzt in punkto Charakter und Mentalität. Man muss keine zig Millionen ausgeben, das geht auch Schritt für Schritt.“

die Tabellensituation: „Für meinen Geschmack haben wir vier bis sechs Punkte zu wenig. Wir haben gewusst, dass es keine einfache Saison wird, aber ich bin lieber Sechster in der Zweiten Liga als zwangsweise in der Bayernliga. Das wäre die Alternative bei einer Insolvenz gewesen, dann hätten wir unser Nachwuchszentrum einreißen können.“

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die Formschwäche von Benny Lauth: „Benny quält sich seit Wochen mit diversen Problemen. Er hat wegen seiner lädierten Wade auch in der harten Trainingswoche nach dem Bochum-Spiel nicht alles machen können. Das sind jetzt die Auswirkungen. Deshalb ist er im Moment nicht so richtig in Schuss.“

Abwehrsorgen: „Mit Necat Aygün kommt in die ganze Hintermannschaft mehr Ruhe rein, seine Sicherheit strahlt auch nach vorne aus. Ich habe nur Angst, dass er sich wieder verletzt.“

das Heimspiel am Samstag gegen Spitzenreiter Eintracht Frankfurt: Dieses Spiel hat eine große Bedeutung für uns. Wenn wir gegen diese Zweitliga-Übermannschaft, die Frankfurt vom Kader her zweifellos ist, ein positives Ergebnis erzielen, dann hätten wir wieder einen großen Entwicklungsschritt gemacht. Und es hat natürlich auch seinen Reiz, dass wir als 1860 es sein könnten, die Frankfurt die erste Saisonniederlage zufügen.

lk

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