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Hinterberger: Unerfreulicher Rundruf

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Florian Hinterberger musste am Donnerstag zum Hörer greifen © sampics

München - Diesen Rundruf hätte sich Florian Hinterberger gerne erspart. Doch der 1860-Sportchef musste am frühen Donnerstagabend wohl oder übel zum Hörer greifen.

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Die Pressemitteilungen vom Donnerstag im Wortlaut

Am Donnerstag tagten die Gremien - mit einem Ergebnis, das den Löwen-Fans nicht schmecken dürfte. Per Mitteilung wurde Folgendes den Medien bekanntgegeben: "Die TSV 1860 München von 1860 GmbH & Co. KGaA ist aufgrund der jüngsten Entwicklungen dazu gezwungen, sämtliche Transferbemühungen einzustellen. Es war geplant, die Lizenzmannschaft punktuell und entsprechend unserer Philosophie zu verstärken."

Essig also mit der Verpflichtung von neuen Stars. So sollten ja angeblich mit frischem Investorengeld ein Trio aus Vladimir Koman (22) von Sampdoria Genua, Grzegroz Wojtkowiak (27, Lech Posen) und Georgios Tzavellas (24, Eintracht Frankfurt) an die Grünwalder Straße gelotst werden. Doch wegen des Streits zwischen Präsident Dieter Schneider und der Investorenseite können sich die Fans diese Namen wieder aus dem Kopf schlagen.

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Offensichtlich hat Hinterberger aufgrund der unklaren Situation zweigleisig gearbeitet. Zum einen verhandelte er mit teureren Lösungen wie den drei Genannten. Zum anderen arbeitete er an einer Billig-Lösung, um die wichtigste Baustelle -  die Innenverteidigung - zuzuschütten. Probe-Löwe Guillermo Vallori, der sich tagelang im Trainingslager in Belek zeigen durfte, wäre eine wahrscheinliche Option gewesen. Jedenfalls musste sich der Spanier nach seinem Gastspiel lange gedulden. Er wartete. Und wartete. Und wartete. "1860 hat für mich Priorität", hatte er noch am Montag gegenüber tz-online erklärt. Auch als Billig-Option wäre er parat gestanden. Und sogar zu einem Halb-Jahres-Vertrag bis Saisonende bereitgewesen.

Doch statt der teuren oder der preiswerten Lösung wurde es aufgrund der Führungsquerelen die dritte: ein absoluter Transfer-Stopp! Den musste Hinterberger am Donnerstag seinen Verhandlungspartnern mitteilen.

Florian Hinterberger feiert Einstand

Valloris deutscher Berater Markus Peter erklärte am frühen Donnerstagabend gegenüber tz-online: "Herr Hinterberger hat mich eben angerufen und mich darüber informiert, dass sämtliche Transferaktivitäten gestoppt sind." Er dürfte nicht der einzige Spielerberater gewesen sein, der einen Anruf bekommen hat - Hinterbergers unerfreulicher Rundruf war das Finale wochenlanger unermüdlicher Arbeit unter schwierigen Bedingungen.

"Im Leben ist es manchmal schwerer, manchmal leichter. Was im Moment gilt, das müssen Sie beurteilen", hatte Hinterberger noch am Mittwoch gegenüber tz-online erklärt. Er bekräftigte im Hinblick auf Winter-Transfers: "Wir kommen mit den Dingen immer mehr dem Ende entgegen." Jetzt ist es so weit - und es ist kein Happy End.

Armin Linder

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