Wacker-Kapitän und Ex-Löwe im Interview

Hofstetter: "Schon noch ein bisschen Sechzig-Fan"

Voller Einsatz. Defensiv Spezialist Hofstetter (r.u.) will gegen Sechzig die Null halten FOTO: MIS

Der SVW steht vor dem Duell gegen den Spitzenreiter. Im Vorort-Interview verrät Daniel Hofstetter wie es ist, gegen die Löwen zu spielen und was die Liga so interessant macht.

Du hast über vier Jahre lang bei Sechzig gespielt, bist jetzt wieder zurück bei Wacker. Bist du deshalb noch motivierter als vor anderen Spielen?

Dass es gegen meinen Ex-Verein geht, ist nicht, was mich so motiviert. Ich habe schon oft gegen Sechzig gespielt, wenn auch gegen die Zweite. Deshalb ist das eigentlich nichts Besonderes mehr für mich. Das besondere an dem Spiel sind die Zuschauer. Gegen die Löwen herrscht eine ganz andere Stimmung als in anderen Partien.

Du standest beim TSV knapp vor dem Durchbruch in die zweite Bundesliga. Was ist das für ein Gefühl, in der Regionalliga gegen die Löwen zu spielen?

Ich freue mich gegen, sie spielen zu dürfen, aber den Abstieg habe ich ihnen nicht gewünscht. Ich bin schon noch ein bisschen Sechzig-Fan und würde sie lieber in der zweiten Liga sehen.

Mit Unterhaching hast du bereits Drittligaerfahrung gesammelt. Vermisst du den Fußball auf Bundesebene?

Spiele wie gegen Duisburg oder Osnabrück waren großartig. Die Zuschauer machen da einen deutlichen Unterschied. Vor 10.000 Menschen zu spielen ist einfach etwas anderes als vor 500. Hier bei Wacker habe ich jetzt die Möglichkeit, Beruf und Fußball auf hohem Niveau in Einklang zu bringen und meinen Bachelor in BWL und Management zu machen. Ich bin sehr zufrieden damit, wie es gerade ist.

Du spielst gegen den Routinier Sascha Mölders. Hast du in dem Duell Respekt vor seiner Erfahrung?

Hauptsächlich freue ich mich darauf, gegen meinen guten Kumpel Markus Ziereis zu spielen. Natürlich soll aber keiner der beiden treffen, auch wenn sie klasse Fußballer sind. Der Vorteil ist, dass man weiß, wie die beiden spielen, deshalb wird nichts Überraschendes auf uns zukommen.

Nach vier Niederlagen in Serie solltet ihr dringend wieder punkten. Was macht dich zuversichtlich, dass es gegen die Löwen klappt?

Bei uns ist es in dieser Saison ein Auf und Ab. Es fehlt die Konstanz, was die Ergebnisse angeht. Wir hatten gute und schlechte Serien. Nach den drei Derby-Niederlagen in den vergangenen Wochen kommt Sechzig gerade ganz recht. Keiner erwartet etwas von uns - wir können frei aufspielen.

Bald stehen zwei sehr wichtige Spiele gegen Seligenporten und Garching an. Sind das schon Wochen der Wahrheit?

Die Liga ist wahnsinnig eng, mit zwei Siegen wären wir auf einmal auf Platz acht. Es gibt nur eine Mannschaft die eigentlich immer gewinnt - das sind die Sechzger. Beim Rest kann jeder jeden schlagen. Die verbleibenden vier Spiele sind alle wichtig. Wir wollen vor der Pause noch Punkte holen und uns gut aufstellen. An Seligenporten oder vor allem Garching denke ich noch nicht - so weit schaue ich nicht voraus. Wir haben jetzt erstmal zwei sehr schwere Spiele gegen die Löwen und gegen Illertissen vor der Brust. Darauf konzentrieren wir uns.

Quelle: fussball-vorort.de

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