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„Ich fühle mich besch...“

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Frustriert: Miki Stevic. © dpa

München - Ratlosigkeit war das Stichwort an diesem Nachmittag. Die Enttäuschung setzte sich erst später durch, als die Fans den Heimweg aus der Fröttmaninger Arena antraten.

„Ein Geschenk des Schiedsrichters“

Unmittelbar nach dem Schlusspfiff wurde brav applaudiert. Keine Pfiffe, keine Schmährufe für die Spieler, die ein 2:0 aus der Hand gegeben hatten. Gegen einen Aufsteiger aus Düsseldorf, der nur durch Standards ansatzweise Gefahr entwickeln konnte. Bitter, bitterer, Sechzig.

„Ich fühle mich beschissen“, brachte Manager Miki Stevic die blaue Gemütslage auf den Punkt. „Wir haben das Spiel 70 Minuten im Griff, führen 2:0 und holen am Ende nur einen Punkt.“ Stevic’ Erklärungsansatz: „Nach dem Freistoßtor der Düsseldorfer muss die Körpersprache bei uns besser sein. Aber wenn du unten stehst, dann kommt halt die Angst. Wir konnten nach dem 2:1 nicht mehr für Entlastung sorgen.“

Bilder und Einzelkritik

Genauso war’s. Und deshalb blickte auch der verhinderte Held des Tages, Alexander Ludwig, ziemlich betrübt drein, als er von Pressebetreuerin Claudia Leupold in die Reporterzone gebeten wurde. „Das ist kein Freudentaumel für mich heute, obwohl ich ein Tor geschossen und eins vorbereitet habe“, sagte „Lude“. Und weiter: „Wir führen zu Recht 2:0 und kassieren dann zwei beschissene Gegentore. Bei einem hat der Schiri mitgeholfen, beim anderen wir selbst. Unterm Strich ist das 2:2 viel zu wenig, wir haben zwei Punkte verloren.“

Und trotzdem Selbstvertrauen getankt? Na ja, findet Ludwig. „Klar haben wir gezeigt, dass wir Fußballspielen können, aber fürs Selbstvertrauen ist es natürlich nicht gerade förderlich, wenn du hintenraus noch zwei Tore kassierst.“ Das Fazit des Ex-St.-Paulianers: „Es hilft alles nix. Jetzt fahren wir nächsten Sonntag halt nach Oberhausen und holen dort die drei Punkte.“ Ein lobenswerter Vorsatz. Und sicher kein aussichtsloses Unterfangen angesichts der Formschwäche von Rot-Weiß. Am Sonntag verlor die Truppe von Jürgen Luginger 0:3 bei Energie Cottbus. Und auswärts sind die Löwen neuerdings ja eh gefährlicher...

Wie sagt Geschäftsführer Manfred Stoffers: „Wer kein Ziel mehr hat, der versinkt in frustrierter Belanglosigkeit.“ So weit sind die Löwen (noch) nicht.

Ludwig Krammer

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