"Ich traue mir eine Überraschung zu"

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Marco Vorbeck trainiert mit der zweiten Mannschaft des TSV 1860

München - Marco Vorbeck kämpft beim TSV 1860 um seine Fußballer-Karriere - und somit auch dagegen, dass den Fans von ihm nicht nur ein TV-Missgeschick im Gedächtnis haften bleibt.

Vor einem Jahr wollten Sie zur Polizei, jetzt trainieren Sie mit der zweiten Mannschaft der Löwen: Was ist dazwischengekommen?

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Bahn frei für Benny - Vorbeck im Probetraining

Vorbecks Kampf um die Zukunft

Vorbeck: Verwandte und Bekannte haben auf mich eingeredet, dass ich weiter Fußball spielen soll. Weil ich noch so jung bin... Sie haben das anders gesehen als ich. Das hat mich zum Nachdenken angeregt. Eigentlich haben sie Recht. Mit 28 sollte man noch Fußball spielen können... Zumal meine alte Bänderverletzung jetzt komplett auskuriert ist. Außerdem kann ich nebenbei studieren. Sportmanagement in Erding steht momentan zur Debatte. Das wäre optimal.

Und was ist mit den Polizeiplänen?

Vorbeck: Ich wollte in Bayern bleiben. Die Altersgrenze für den höheren Dienst liegt hier aber bei 26 Jahren. Beim Sonderkommando in München hätte ich bis 32 anfangen können. Ich habe mich dafür beworben, eine Einladung zu dem Test erhalten, bin dann aber gar nicht erst hingefahren, weil ich mich bereits für den Fußball entschieden hatte.

Wie kam der Kontakt zu den Löwen zu Stande?

Vorbeck: Mein ehemaliger Berater hat sich weder bei mir gemeldet, noch um mich gekümmert. Dadurch habe ich ein halbes Jahr verschenkt. Über einen Freund, der Benny Schwarz kennt, kam dann der Kontakt zum TSV 1860 zu Stande.

Sehen Sie die Löwen als Ihre letzte Chance im Fußball-Geschäft?

Vorbeck: Im Moment sieht's da nicht so gut aus. Weil sie bei den Profis mit Djordje Rakic einen weiteren Stürmer geholt haben, bin ich bislang noch nicht verpflichtet worden. Aber ich bin froh, in der zweiten Mannschaft mittrainieren zu können. Vielleicht ergibt sich ja noch was...

Ewald Lienen hätte Ihnen in der Rückrunde eine Überraschung zugetraut...

Vorbeck: Ich mir auch! Sonst würde ich es ja nicht versuchen. Ewald Lienen meinte, ich soll in der zweiten Mannschaft fit werden und dann noch mal angreifen. Ich merke bei den Amateuren, dass es von Tag zu Tag besser wird. Ich bin auf einem guten Weg. Es geht richtig gut voran. Ich hätte ihnen in der Rückrunde auf jeden Fall weitergeholfen – zumindest in der zweiten Mannschaft. Aber die Profis standen für mich nicht wirklich zur Debatte. Was Herr Lienen dann mit mir gemacht hätte, wäre seine Sache gewesen (schmunzelt). Dagegen hätte ich nichts gehabt...

Die erste Mannschaft war kein Thema? Welches Level trauen Sie sich denn zu?

Vorbeck: Zweite Liga, denke ich – Profifußball. Erste Liga ist schon lange her...

Wie sieht Ihr Plan B aus?

Vorbeck: Vielleicht ergibt sich durch das Training mit der zweiten Mannschaft noch etwas. Ob bei 60 oder woanders, ist egal.

Bereuen Sie es, sich nicht in Augsburg durchgebissen zu haben?

Vorbeck: Wieso? Das lag nicht in meiner Hand. Wenn ich mich verletzte und dann keine Chance mehr bekomme, obwohl ich gut trainiere... Das war nicht mein Fehler. Mich ein Jahr lang zu den Amateuren abzuschieben, war heftig. Wenn ich bei den Profis hätte trainieren dürfen, wäre vielleicht noch mal was gegangen – oder bei einem anderen Verein.

Kürzlich haben Sie gesagt, dass es in Ihrer Karriere immer nur bergab ging. Warum?

Vorbeck: Ich bin mit Rostock abgestiegen, mit Dresden abgestiegen und stehe jetzt ganz ohne Verein da. Das sagt die Statistik.

Was war der Knackpunkt auf der Karriereleiter?

Vorbeck: Ob ich irgendetwas falsch gemacht habe, kann ich nicht beurteilen. Aber es ging nicht gerade bergauf... Aber noch ist es nicht zu Ende. Wenn mir jemand eine Chance gibt, geht es vielleicht irgendwann noch bergauf.

Löwen-Stars privat

Die 1860-Stars kennt man vor allem in ihrer Spiel- oder Trainingskleidung - rennend oder gegen den Ball tretend. Aber kennen Sie die Kicker auch so, wie sie sich auf folgenden Fotos zeigen? Wir laden Sie ein zu einer Fotostrecke mit Fußballern ohne Fußballer-Kleidung. © sampics
Wichtiges Vorwort. So privat auch manche Fotos und Situationen zu sein scheinen: Wir zeigen Ihnen selbstverständlich nur Fotos, mit denen sich die Spieler einverstanden zeigten. Deswegen fehlen auch einige Stars komplett, die sich abseits des Platzes lieber aus der Öffentlichkeit fernhalten. Natürlich respektieren wir ihre Privatsphäre. Und zeigen Ihnen hier ungewohnte Fotos mit dem Einverständnis der Abgelichteten. © dpa
Schiiiiiiiiifoan! Wer ist denn dieser Herr? © sampics
Reiner Maurer natürlich! © sampics
Zwei Ex-Profi-Skifahrer und ein Hobby-Wintersportler: Christian Neureuther, Reiner Maurer und Hans-Jörg Tauscher. Die Bilder entstanden am Wittelsbacherplatz in der Münchner "Snow City" im Rahmen der Ski-WM © sampics
Puh, ist das heiß! Antonio Rukavina lässt sich oben ohne ein Eis schmecken. © sampics
Schon bei seinem ersten 1860-Engagement galt Reiner Maurer als Taktik-Fuchs © sampics
Hier sehen Sie den Coach beim Schachspielen © sampics
Ab ins kühle Nass! © sampics
Während Alexander Ludwig sich in die Fluten stürzt ... © sampics
... bleibt Reiner Maurer lieber trocken © sampics
Der Wasserski-Ausflug war eines der Highlights der Sommer-Vorbereitung 2010 © sampics
Stefan Aigner zeigt sein Löwen-Tattoo © sampics
Spaßvogel Mathieu Béda, damals noch Löwe, schmeißt sich weg. © sampics
Kai Bülow ist bestens gerüstet. © sampics
Aleks Ignjovski ist für einen guten Kaffee immer zu haben. © sampics
Markus Ziereis ... © sampics
... und Damals-Sechziger Sandro Kaiser kämpfen gegen das Wasser. © sampics
Ein anderes Highlight des Löwen-Sommers: das Grillfest bei Christl © sampics
Das Event lockte nicht nur die Spielerfrauen (wie Benny Lauths Juliane) an, sondern auch die Spielerhunde - ob letzterer ein Würstl bekommen hat, ist nicht überliefert. © sampics
Trainer Reiner Maurer mit Frau Andrea und Tocher Celine © sampics
Antonio Rukavina mit Frau Dragana © sampics
Necat Aygün mit Frau Patricia © sampics
Daniel Bierofka mit Sohnemann David, einem möglichen kommenden Nationalspieler © sampics
Die Familie Bierofka hat unlängst Zuwachs bekommen. © sampics
Mit Kai Bülow kam seine Antje nach München © sampics
Ein schönes Paar: Eke Uzoma mit Jennifer © sampics
Gabor Kiraly lässt sich die Schmankerl servieren © sampics
Edel: Reiner Maurer mit Frau Andrea beim Löwen-Ball 2006 © sampics
Ein halbprivates Event mit Tradition: der jährliche Löwen-Besuch auf der Wiesn © sampics
Kenny Cooper - inzwischen zurück in den USA - und Malin gefällt's. © sampics
Präsident Rainer Beeck absolvierte einen Alkoholtest - Ergebnis: 0,00 © sampics
Herzig: Alex Ludwig © sampics
Als Ewald Lienen noch Coach war, ging's zum Teamausflug zum "Mamma Mia"-Musical © sampics
Florin Lovin brachte seine Ehefrau Loredana mit © sampics
Die serbische Löwen-Fraktion war auch da: Antonio Rukavina mit Ehefrau Dragana sowie Djordje Rakic und Aleks Ignjovski © sampics
Im März 2011 ging es für den Löwen-Tross ins Deutsche Theater, dieses Mal ins Musical "Grease". © Jantz
Emanuel Biancucchi, damals noch im Löwen-Dress, brüllt alles raus! © sampics
Was war passiert? Nun, die Löwen trafen sich zum gemeinsamen WM-Schauen. Das Spiel: Deutschland gegen Argentinien. Das Ergebnis: 4:0. © sampics
Deswegen sah der argentinischstämmige Biancucchi (der inzwischen auch einen italienischen Pass hat) später SO aus. © sampics
Stefan Aigner ist als Scharfschütze bekannt © sampics
Aber normalerweise eher mit dem Ball. © sampics
Benny Lauth nutzt eine freie Minute im Trainingslager für ein paar private Zeilen © sampics
Sein Zimmer in Wörgl teilte er sich mit Philipp Tschauner © sampics
Einfach mal die Füße hochlegen! © sampics
Stefan Aigner beim Planschen. © sampics
Aleksandar Ignjovski kam als 18-Jähriger zu den Löwen - und spielte sich auf Anhieb ins Team und in die Herzen der Fans. Auch abseits des Platzes fühlt sich der junge Serbe pudelwohl in München - und genießt die kulturellen Einrichtungen. © Haag
Im Oktober 2009 besuchte er die Ausstellung zu Ai Weiwei im Haus der Kunst © Haag
Und das nicht alleine: Schwester Jovana war zu Besuch in München © Haag
Aleks wollte ihr seine Wahlheimat natürlich von der besten Seite zeigen. © Haag
Alexander Ludwig ist nicht nur bei großen Bällen ein Virtuose - auch am Billardtisch macht er eine gute Figur. © sampics
Sie wundern sich über Ludwigs seltsames und gar nicht löwenmäßiges Outfit? © Getty
Diese Bilder stammen aus seiner Zeit bei St. Pauli © Getty
Jetzt wird's familiär: Daniel Bierofka holte nach einem Spiel Sohnemann David aufs Feld © dpa
Und das ist Bierofkas Herzensdame: Ehefrau Nicole © sampics
Benny Lauth verbindet ein enges Verhältnis zu seinem Vater: Hier sehen Sie ihn mit Papa Hans © sampics
Eke Uzoma kam im Januar 2010 zu den Löwen. © sampics
Beim Stadtbummel mit der tz schaute er sich seine neue Wahlheimat genau an. © sampics
Mit dabei: seine Freundin Jennifer © sampics
Die beiden schienen sich in München wohlzufühlen. © sampics
Wo man gut informiert wird, weiß Eke natürlich auch © sampics
Wenn sie mal keine Sportklamotten tragen, mögen's Sascha Rösler (l.) und Stefan Aigner leger. © sampics
Jetzt wird's ungewöhnlich: Wir zeigen Ihnen einige Bilder von Benny Lauth aus früheren Zeiten mit ungewohnter Frisur. © Getty
Vorsicht, Wortspiele! Benny ging beim HSV baden. © Getty
Und in die Wüste schickten sie ihn auch. © Getty
Das gleich in mehrerlei Hinsicht - denn Lauths Bundesliga-Zeit war nicht nur von Erfolg geprägt. © Getty
Seit es ihn zurück zu den Löwen geschwemmt hat, läuft es wieder. Und der "verlorene Sohn" ist und bleibt Fanliebling. © Getty
Auch wenn dieses Cordsakko aus dem Jahr 2003 vielleicht nicht nach Jedermanns Geschmack sein mag. © sampics
Gabor Kiraly führt seinen Matyas aufs Feld - der übrigens NICHT in "Wie der Vater, so der Sohn"-Manier eine Schlabberhose trägt. © sampics
Wenn die Löwen-Spieler nicht Löwen-Spieler wären, könnten sie auch als Models eine gute Figur machen: Benny Lauth als Dressman © sampics
Und das ist Benny Lauths Herzensdame: Juliane! © sampics
Noch mehr Benny und Juliane! © sampics
Der ehemalige Chef und seine First Lady: Ex-Präsident Rainer Beeck mit Sabine © sampics
Natürlich kein Privatfoto, aber trotzdem eines in ungewohnter Kulisse: Stefan Aigner mit den abgewanderten Sascha Rösler und Marvin Pourie vor Palmen © sampics
Einfach mal die Seele baumeln lassen: Benny Lauth in der Therme Erding © sampics
Auch Manuel Schäffler (derzeit nach Duisburg verliehen) war mit dabei. © sampics
Ja, Uwe Wolf ist schon lange nicht mehr Löwen-Trainer. Aber weil die Hochzeit mit seiner Katja so schön war und er erlaubte, Bilder davon zu veröffentlichen, möchten wir Ihnen eines davon nicht vorenthalten. © sampics
Wenn er keine blaue Dienstkleidung trägt, mag Aleksandar Ignjovski andere modische Farben © sampics
Florin Lovin mag es lieber leger © sampics
Platz da! Stefan Aigner erfüllt ein altes Fußballer-Klischee: Kicker fahren gerne schnelle Autos mit viel P.S. unter der Haube. © sampics
Auch Alexander Ludwig zeigt seinen Luxusschlitten gerne in aller Öffentlichkeit © sampics
Antonio Rukavina als Ziegenflüsterer © sampics
Als Florin Lovin mit einem Kreuzbandriss im Krankenhaus lag, bekam er Besuch von Ewald Lienen und Miki Stevic. Man beachte die Bettwäsche und den Wecker. © sampics
Die Haare sind inzwischen kürzer - doch Benny ist Publikumsliebling geblieben © sampics
Liebe weibliche Löwen-Fans, Sie wollten schon immer mal wissen, was die Löwen-Stars "drunter" tragen? © sampics
Bitte sehr! Das sind natürlich keine Privatfotos, sondern sie stammen von einem Sponsorenshooting für Ausrüster Skins. © sampics
Nicht nur mit großen Leder-, sondern auch mit kleinen Filz-Bällen kennt sich Benny Lauth aus © sampics
Aufschlag Lauth © sampics
Vorteil Lauth! © sampics
Für einen guten Kaffee ist Benny-Bomber immer zu haben © sampics
Ob bei Winterwetter oder Sonnenschein: Gib Eke Uzoma einen Ball, und er wird zum Strahlemann. Auch wenn er derzeit ja von Löwen an Arminia Bielefeld ausgeliehen ist  © sampics
Nicht nur beim Ausgehen, auch zum Training kommt Uzoma gerne mal mit Glitzerhut
Nicht nur beim Ausgehen, auch zum Training kommt Uzoma gerne mal mit Glitzerhut © Krammer
Danke für diese privaten Einblicke, liebe Löwen-Spieler. © sampics
Aber wichtig ist natürlich aufm Platz! © Getty

Eine Frage muss noch sein. Viele Fans verbinden mit Ihrem Namen die Szene mit dem Sekt, die bei Stefan Raabs TV Total rauf und runter gespielt wurde. Was hatte es damit auf sich?

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Marco Vorbeck: Die Sekt-Szene

Vorbeck: Es war so klar, dass das jetzt wieder kommt (lacht). Es war das vorletzte Saisonspiel, in dem wir gegen Bielefeld den Nichtabstieg besiegelt haben. Beim Interview nach dem Spiel war es total laut. Einer meiner Mitspieler hat damals, wenn er etwas aus Spaß gesagt hatte, immer so hoch gesprochen. Er ging während des Interviews hinter der Kamera vorbei. Dann kam die Frage, ob wir abends noch was machen, vielleicht etwas trinken. Dann habe ich ihn gesehen und die Stimme verstellt: "Vielleicht trinken wir noch nen Sekt!" Ich dachte nicht, dass sie das austrahlen.

Oh doch.

Vorbeck: Wir waren damals auf Ibiza, als Toni di Salvo zu mir kam. Seine Freundin hatte ihn angerufen und erzählt, dass Raab die Szene gezeigt hatte. Aber das ist jetzt sechs Jahre her.

Haben Sie Angst, dass diese Szene vom Fußballer Marco Vorbeck im Gedächtnis hängen bleibt?

Vorbeck: Das ist mir relativ latte. Aber mich nervt es langsam. Von Freunden ist das okay, bei der zweiten Mannschaft auch. Wenn ich von fremden Leuten auf der Straße darauf angesprochen werde, frage ich mich schon... Aber das interessiert mich nicht.

Interview: Tobias Kimmel

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