Was für Muckis!

Fitness-Coach: Wer es bisher am besten macht

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Fitnesstrainer Ingo Seibert (l.) mit Abwehrspieler Moritz Volz im Eiswasser.

Waidring - Gut gelaunt, stets freundlich grüßend - und vor allem beeindruckend muskulös: Das ist Ingo Seibert. Doch vielen Fans ist er bei den Löwen noch kein Begriff. Wir stellen ihn kurz vor.

Täglich bat Ingo Seibert vor dem eigentlichen Vormittagstraining eine Gruppe von je vier Spielern eine Dreiviertelstunde früher auf den Fußballplatz in Waidring. Zum „Sprinttraining“ wie es hieß. Aber eigentlich ging’s um die richtige Lauftechnik. „Und wenn man die hat, dann holt man auch mehr Geschwindigkeit raus“, erklärt der 41-Jährige, der sich grinsend als „Elfunddreißigjährigen“ bezeichnet.

Seit November 2012 ist Ingo Seibert Fitnesstrainer beim TSV 1860 München. Viele Jahre war er selbst ein erfolgreicher Sportler, spielte von 1995 bis 1998 als Profi American Football. Dabei gewann er 1995 mit den Frankfurt Galaxy den World Bowl, wurde ein Jahr später zu Europas bestem Footballer gewählt. Auch im Bobsport (3. Platz im Weltcup 1994) und in der Leichtathletik war aktiv. Ingo Seibert, das Multi-Talent.

Seibert, der trotz beendeter Karriere immer noch ein Muskelpaket allererster Güte ist, fügt hinzu: „Natürlich können die Spieler alle laufen – aber noch keiner perfekt“. Und was heißt das nun konkret? Vor allem am sogenannten „Anfersen“ werde ständig gearbeitet, erklärt Seibert. Anfersen bedeutet: Im Laufen wechselseitig die Unterschenkel zum Gesäß führen – und dabei vor allem darauf achten, dass die Hüfte gestreckt ist und die Knie nicht nach vorne ausweichen.

Wer macht’s denn bisher am besten von den Löwenspielern? Seibert: „Ich würde sagen: Bobby Wood. Er war ja lange Zeit bei uns im Nachwuchsbereich und hat das bei Olli Felsen gelernt, der nach wie vor der Konditionstrainer im Nachwuchsbereich ist.“

Dessen erfolgreiche Arbeit konnte Seibert im Frühjahr beim A-Jugend-Derby (4:2 für den TSV 1860) von der Tribüne aus wieder gut erkennen: „Was die Lauftechnik und Athletik betraf, waren unsere Jungs den Bayern-Spielern eindeutig überlegen.“

Die perfekte Technik besitzen natürlich die Weltklassesprinter. Seibert brachte dafür einen anschaulichen Beweis: „Ich würde mal sagen, wenn Usain Bolt wie ein Fußballer laufen würde, dann würde er es über hundert Meter vielleicht nur auf 10,6 Sekunden bringen…“ Andersrum ist also noch Luft nach oben für die Kicker.

Seibert arbeitet als Konditions- (Profis, U21) und Krafttrainer des Nachwuchses (U15, U16, U17) bei 1860. Auch die Sportstars Viktoria Rebensburg, Maria, Höfl-Riesch, Kathi Hölzl (alle Ski Alpin), Susi Erdmann (Bob), Christian Blum und Florian Schönbeck (beide Leichtathletik) gehören zu seinen Schützlingen. Außerdem ist er seit 1998 Inhaber des Rehazentrums MedSport Seefeld.

Der Diplom-Sportwissenschaftler soll die Löwen fit machen. Wenn diese nach der Saison-Vorbereitung nur halb so robust aussehen, wie Seibert, dürften die Gegner durchaus Respekt vor den Münchnern haben...

fw/tz

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