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Iraki: "So kann es nicht weitergehen"

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Investor Hasan Ismaik (r.) und Statthalter Hamada Iraki bei einem Besuch vor der Löwen-Geschäftssstelle (Archivfoto) © sampics

München - Was bezweckt eigentlich Investor Hasan Ismaik mit den von ihm mitverursachten Entwicklungen der letzten Tage? Sein Statthalter Hamada Iraki meldet sich zu Wort.

Eine bittere Woche für die Löwen-Fans! Vor einigen Tagen sah es noch so aus, als wolle man mit frischen Millionen vom Investor drei bis vier Stars kaufen und noch mal groß die Operation Aufstieg in Angriff nehmen. Doch seit Donnerstag ist klar: Es gibt keine Neuen. Weil die Ismaik-Seite den Präsidenten stürzen will, entschied sie sich zu einer Transfer-Blockade.

Nicht mal zur Billig-Lösung mit Guillermo Vallori (29) als einzigem Neuzugang kam es. Den Spanier hatten sich Sportchef Florian Hinterberger und Trainer Reiner Maurer warmgehalten. Er wäre nach tz-online-Informationen zu einem Halbjahres-Vertrag mit Discount-Gehalt bereit gewesen. Der Innenverteidiger wäre durch die Ersparnisse und Ablösesummen aus drei Abgängen (Manuel Schäffler nach Ingolstadt, Dennis Malura nach Heidenheim, Tobias Schilk nach Mainz) wohl durchaus ohne Investoren-Zuschuss zu finanzieren gewesen.

Doch nix da! Auch dafür hätte ein Okay der Gremien kommen müssen. Und Geschäftsführer Robert Schäfer wies Hinterberger am Donnerstag an, alle Transfer-Aktivitäten zu stoppen. Ablösefreie Preiswert-Verpflichtungen inbegriffen. Hinterberger musste zähneknirschend zum Hörer greifen und einen großen Berater-Rundruf starten.

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Was bezweckt der Investor eigentlich? Macht er schon eine Rolle rückwärts und plant den Ausstieg? "Das wäre grob fahrlässig", erklärt sein Münchner Statthalter Hamada Iraki in der Bild. "1860 ist kein Spielzeug. Man steigt nicht in ein Unternehmen ein und dann wieder aus. Das Geld wäre weg."

Warum kam Ismaik nicht zum geplanten Krisengipfel nach München? "Das hat terminliche Gründe, ist aber nur aufgeschoben", bekräfigt Iraki. Auch die Investorenseite dürfte registriert haben, dass sich der e.V.-Aufsichtsrat mit seiner Pressemitteilung auf die Seite des Präsidenten geschlagen hat.

"So kann die Kooperation nicht weitergeführt werden", erklärt Iraki und erkklärt vergleichsweise milde: "Wir müssen die Basis für eine künftige Zusammenarbeit finden, die wir seit September nicht gefunden haben. Dann wird es auch wieder Geld geben." Ob er eine Zusammenarbeit mit Schneider meint? Oder ob die "Basis für eine künftige Zusammenarbeit finden" nach Meinung des Investors nach wie vor nur dessen Rücktritt sein kann?

Der Führungszoff wird zur Hängepartie. Leidtragende sind aufgrund des Transferstopps das Team und die Fans. Die auch noch eine weitere Hiobsbotschaft zu schlucken haben: Stefan Aigner verlässt die Sechziger im Sommer.

al.

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