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Eiszeit auf höchster Ebene blockiert alles

Ismaik braucht populäres Thema: Sportchef wird zum 1860-Politikum

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Die vakante Sportdirektoren-Position könnte Hasan Ismaik in die Karten spielen.

Der öffentlich vorgetragene Wunsch von Daniel Bierofka nach einem neuen Sportdirektor droht beim TSV 1860 zum Politikum zu werden. Investor Ismaik braucht ein populäres Thema.

Wochenlang war es ruhig beim TSV 1860. Die Siege in der Regionalliga überdeckten viele der ungelösten Probleme beim Giesinger Zwangsabsteiger. Nach den Negativ­erlebnissen gegen die zweiten Mannschaften des FC Augsburg und FC Bayern bröckelt nun die weiß-blaue Harmonie-Fassade. Auslöser: Daniel Bierofkas öffentlich geäußerter Wunsch nach einem Sportchef. „Grundsätzlich bräuchte ich schon jemanden“, hatte der Trainer zu Wochenbeginn angemerkt. Er selber könne seine Mehrfachbelastung „gerne“ noch eine Zeitlang schultern: „Aber in Zukunft müsste man sich schon überlegen, dass man noch eine Instanz dazwischensetzt.“

Diese Zukunft, so wurde Bierofka nach tz-Informationen bereits zu Saisonbeginn mitgeteilt, könne erst mit dem Aufstieg in die Dritte Liga beginnen. In der Regionalliga, so heißt es, sei ein fähiger Sportdirektor weder finanzierbar noch zwingend notwendig. Hauptgesellschafter Hasan Ismaik sieht das wohl etwas anders. „Registriert habe ich natürlich auch, dass Daniel sich einen Sportdirektor wünscht. Ich hoffe, dass die Voraussetzungen geschaffen werden, damit er seine Arbeit weiterhin erfolgreich erledigen kann“, teilte der Investor via Facebook mit.

Wünscht sich personelle Unterstützung: 1860-Trainermanager Daniel Bierofka.

Ein neues Politikum, aufgehängt am allseits beliebten ­Bierofka? Der Eindruck drängt sich auf. Ismaik braucht ein populäres Thema, um Sympathien beim Fanvolk (zurück)zugewinnen, von einer gedeihlichen Zusammenarbeit der Gesellschafter kann nach wie vor keine Rede sein. Die Eiszeit auf höchster Ebene blockiert so ziemlich alles bei 1860. Die Umsetzung des Sanierungsplans gestaltet sich schwieriger als angenommen, der Servicevertrag zwischen e.V. und Profi-KGaA ist noch immer nicht finalisiert. Als eine der Auswirkungen muss der vom FC Bayern zurückgekehrte Jürgen Jung als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (e.V.) und Scout der Regionalligamannschaft (KGaA) seit Wochen eine nicht klar definierte Doppelrolle spielen. 

Bierofkas Wunsch nach klaren Strukturen klingt nachvollziehbar. Wie sich diese in einem Klima des gegenseitigen Argwohns realisieren lassen sollen, ist eines der vielen großen Fragezeichen im Rätselklub 1860.

Ludwig Krammer

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