Riesen-Wirbel bei den Löwen

Zu Verkauf von Anteilen bereit? Ismaik reagiert deutlich - und kündigt Promi-Deal für 1860 an

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Hasan Ismaik möchte seine Anteile am TSV 1860 München laut eigener Aussage nicht verkaufen.

Hasan Ismaik, Investor des viertklassigen TSV 1860 München, widerspricht Aussagen des Münchner Unternehmers Gerhard May, wonach der Jordanier seine Anteile verkaufen möchte.

München - Gut vier Monate ist die Mitgliederversammlung des TSV 1860 München nun her. Vier Monate, in denen sich viel hätte ändern können, ja müssen - aber sich nichts geändert hat. Noch immer hält der jordanische Investor der Löwen, Hasan Ismaik, 60 Prozent der KGaA (49 Prozent davon stimmberechtigt). Und das, obwohl sich wenige Wochen nach der Versammlung der Münchner Unternehmer Gerhard Mey öffentlich in Position brachte und anbot, die Anteile Ismaiks am TSV 1860 München zu erwerben. 

An diesem Freitag meldete sich Mey nun über ein Interview mit der Süddeutschen Zeitung zu Wort: Er sei noch immer am Kauf interessiert. Und: Hasan Ismaik habe ihm bei einem Treffen vor einigen Wochen gesagt, „er möchte verkaufen. Ohne Wenn und Aber.“ Die Preisvorstellungen Ismaiks seien bisher aber noch „astronomisch“. Nicht nur die 65 bis 70 Millionen Euro, die der Jordanier in den Verein gesteckt haben soll, soll er fordern, sondern sogar „noch etwas mehr“. Und das, obwohl der Giesinger Traditionsverein nun nicht einmal mehr im deutschen Profifußball vertreten ist. 

Jordanier wiederholt sein Mantra

Der Jordanier fühlte sich durch die Aussagen Meys wohl unter Druck gesetzt, um drei Uhr in der Nacht von Donnerstag auf Freitag veröffentlichte er auf dem Sozialen Netzwerk Facebook ein Statement, das weitere Fragen aufwirft. Ismaik sei enttäuscht, dass Mey behaupte, dass er (Ismaik, d. Red.) angeblich bereit sei, seine Anteile zu verkaufen. Ein Treffen bestätigte der 41-Jährige, allerdings widersprach er der Darstellung, er plane den Rückzug bei 1860. 

Gerhard Mey (M.) beim Heimspiel des TSV 1860 München gegen Wacker Burghausen im Juli. 

Ismaik wirft Mey nun vor, „mit seiner Medienoffensive Druck auf mich auszuüben“. Über das Treffen im spanischen Alicante sei „absolutes Stillschweigen vereinbart“ worden. „Deswegen überrascht es mich umso mehr, dass Herr Mey jetzt solche Märchen erzählt.“ Mey habe das Gespräch gesucht, nicht er. Der Jordanier wiederholte - mal wieder - sein Mantra im Bezug auf einen Anteilsabstoß: Der Verein 1860 sei „unverkäuflich“.

Zwei Sätze lassen aufhorchen

Allerdings schließt das Posting Ismaiks mit zwei Sätzen, die noch einmal aufhorchen lassen: „Dass es mir um 1860 sehr ernst ist, beweist allein die Tatsache, dass ich seit Monaten mit einer herausragenden Münchner Persönlichkeit in sehr guten Gesprächen bin. Ich hoffe, dass wir hier demnächst Vollzug melden und mit dieser Person einen Neuanfang zum Wohle des TSV 1860 starten können.“ Wer das sein soll, darüber spricht Ismaik nicht. 

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