Neue Loisachbrücke ab sofort befahrbar

Jubel in Farchant: Loisachbrücke in „60er-Blau“ feierlich eingeweiht

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Strahlen um wie Wette (v.l.): Nadine Heiß, Johannes Riedl, Bürgermeister Martin Wohlketzetter, die Landtagsabgeordneten Harald Kühn und Martin Bachhuber, Landrat Anton Speer, Andreas Hoyer, Helmut Schmöller und Gerhard Portele. 

Die neue Loisachbrücke in Farchant hat jetzt ihren Segen bekommen. Feierlich wurde sie von Pfarrer Andreas Lackermeier eingeweiht. Somit kann das 4,2 Millionen Euro teure Projekt ab sofort in Betrieb genommen werden.

Farchant – Es kommt bei Farchants Bürgermeister Martin Wohlketzetter als roter SPD-Politiker nur selten vor, dass er bei der Farbe Blau ins Schwärmen kommt. Eigentlich nur bei seinem Lieblings-Fußballverein TSV 1860 München. Dass die neue Loisachbrücke nun die gleiche Farbe trägt wie seine geliebten Löwen, war am Freitag bei deren Einweihung das i-Tüpfelchen. Da musste auch Landtagsabgeordneter Martin Bachhuber (CSU) – ebenfalls eingefleischter Sechzger – schmunzeln. „Jetzt bist du der Pontifax Maximus von Farchant“, sagte Bachhuber an Wohlketzetter gewand. Das ist lateinisch und bedeutet „der oberste Brückenbauer“.

Er weiß, welche gigantische Herausforderung die neue Loisachbrücke für die Gemeinde darstellte. „Wir sind froh, euch mit 60 Prozent unterstützt zu haben.“ Denn er und seine Landtags-Kollegen haben den Zuschuss von sage und schreibe 2,225 Millionen Euro durch das Finanzausgleichsgesetz (FAG) ermöglicht, da der Landkreis Garmisch-Partenkirchen in einem „Raum mit besonderem Handlungsbedarf“ (RmbH) liegt. Insgesamt kostete das Bauwerk, das ab sofort wieder die Mühldörflstraße mit der Esterbergstraße verbindet, 4,2 Millionen Euro.

Wohlketzetter nutzte die feierliche Einweihung für einen Rückblick auf die vergangenen vier Jahre Planungs- und Bauzeit. „Bei einer Überprüfung 2014 wurden erhebliche Mängel vorgefunden.“ Im November gleichen Jahres gab der Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. Die Frage war fortan: Sanierung oder Neubau?

Die Bauzeit betrug ein Jahr und zwei Wochen

Im Juli 2015 machte die Überprüfung eines deutlich: „Eine umfangreiche Instandsetzung der Brücke wäre technisch und wirtschaftlich sehr aufwendig und mit kaum absehbaren Risiken verbunden“, sagte der Bürgermeister. Auch wäre keine Förderung möglich gewesen, da „keine Laststeigerung nach gültigen Normen erreicht und der Hochwasserschutz nicht verbessert worden wäre“. Deshalb beschloss der Gemeinderat, eine neue Stabbogenbrücke zu errichten. Auch wenn die Kosten für den Neubau schon damals auf etwa 3,3 Millionen Euro geschätzt wurden, lagen die Vorteile auf der Hand: „Bessere Sicherheit vor Hochwasser, aktuellster Stand der Technik und Fördermöglichkeiten.“

Der Baubeginn war am 11. September 2017. Besonders zu kämpfen hatte die kleine Pizzeria Vesuvio, die sich fortan neben einer Großbaustelle befand. Jetzt ist Besitzer Clemente Russo mindestens genauso glücklich wie die Erbauer der neuen Brücke. Er übernahm im Festzelt, dass eigens für die Einweihung errichtet wurde, die Bewirtung. „Ich bin sehr froh, dass die Brücke nun fertig ist und ich heute das Essen machen darf.“ Und dieses schmeckte zu den Klängen der Farchanter Musikkapelle gleich noch ein Stückchen besser.

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