Feuer in Rosenheim: Container brennen lichterloh

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Wird er der neue Löwen-Spielführer?

Weigl: Eine Semmel brachte ihm einst großen Ärger

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Julian Weigl.

München - Julian Weigl hat gute Chancen, mit gerade mal 18 Jahren zum neuen Kapitän der Löwen bestimmt zu werden. Das Amt hatte er schon in der Jugend inne, ging damit allerdings nicht so verantwortungsvoll um, wie er zugibt.

In dieser Woche wird vermutlich die Entscheidung darüber fallen, ob Julian Weigl tatsächlich neuer Kapitän der Löwen wird - und damit der jüngste Spielführer, den die Sechzger jemals gehabt haben. Die Chancen für den 18-Jährigen stehen gut. Sowohl Trainer Ricardo Moniz ("Ich will, dass er mehr Verantwortung übernimmt") als auch Sportchef Gerhard Poschner ("In jeder Mannschaft gibt es zwei oder drei Führungsspieler - mit oder ohne Binde. Daher ist es völlig egal, wer sie trägt") können sich den Mittelfeldspieler als Leader vorstellen.

Und auch für den Spieler selbst wäre das Kapitänsamt nicht absolutes Neuland. Bereits zu Jugendzeiten trug das Löwen-Talent die Binde. Allerdings war er sich damals der Verantwortung, die das Amt mit sich bringt, noch nicht so recht bewusst. "In der Jugend war ich schon einer, der bei Späßen vorn mit dabei war. Deshalb musste ich in der D-Jugend in Rosenheim einmal auf die Bank, obwohl ich Kapitän war", erzählt der Youngster. Doch die Verbannung auf die Bank war damals offenbar nicht Warnung genug, Weigl übertrieb es weiter mit den Disziplinlosigkeiten. "Eigentlich wollte mein Trainer mich einwechseln, aber ich saß da und habe eine Semmel gegessen", sagt er.

Das sorgte damals natürlich für reichlich Ärger, zudem das Spiel seinerzeit auch noch verloren ging. Weigl lernte die Lektion, wie er heute zugibt. "Das war ein prägender Moment. Heute weiß ich natürlich, dass so etwas nicht geht. Im Fußball musst du immer bereit sein."

Im Interview auf der Webseite des DFB-Sponsors "Commerzbank" verrät Weigl außerdem, dass er persönlich viel Kraft aus seinem Glauben ziehe. Er gehe Sonntags in die Kirche und habe außerdem damit angefangen, in der Bibel zu lesen. Die Beschäftigung mit dem Glauben helfe Weigl, nicht alles allzu ernst zu nehmen, sagt er. Das gilt dann wohl auch wie Spitznamen der Marke "Süßer Juu", den er vor wenigen Monaten nach einem Interview mit der "Bravo Sport" von seinen Kollegen erhalten hatte. Die dürften mittlerweile aber ohnehin der Vergangenheit angehören.

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