Kritik an Moniz

Weigl bekennt sich zu 1860 - zumindest vorläufig

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Julian Weigl hat bei den Löwen noch einen Vertrag bis Sommer 2017.

München - Mit guten Leistungen hat Julian Weigl das Interesse ausländischer Top-Klubs auf sich gezogen. Doch in einem Interview erklärt der Youngster nun die Treue zu 1860 München - zumindest vorläufig.

Julian Weigl hat in seiner Karriere einen enormen Sprung gemacht. Erst im Februar dieses Jahres stattete der TSV 1860 München sein Eigengewächs mit einem Profi-Vertrag aus. Und dann ging alles noch schneller: Der 19-Jährige wurde Stammspieler, Ex-Coach Ricardo Moniz ernannte ihn kurzzeitig sogar zum Kapitän, gleich danach folgte eine vorübergehende Degradierung. Inzwischen, mit Markus von Ahlen als neuem Chef an der Seitenlinie, gehört Weigl wieder zum festen Inventar und zeigt gute Leistungen. So gut, dass jüngst auch Klubs aus dem Ausland wie Tottenham Hotspur, Ajax Amsterdam und der FC Liverpool auf den Münchner Löwen aufmerksam geworden sind.

Müssen sich die Sechzig-Fans nun sorgen, dass der Youngster bald die Biege macht? "Ich will natürlich irgendwann später einmal diesen Schritt machen", erklärt Weigl bei Sport1. Die Betonung liegt auf "irgendwann". Derzeit komme es für das Talent nur darauf an, "regelmäßig zum Einsatz zu kommen". Was bei den Löwen, bei denen er noch einen Vertrag bis 2017 besitzt, der Fall ist. "Ich will Erfahrung sammeln und nicht irgendwohin wechseln, wo ich dann einen Entwicklungsstand habe, bei dem ich stehen bleibe", sagt Weigl. Wie lange er aber ein Löwe bleiben werde, könne er nicht sagen. Sein Herz habe aber immer für 1860 geschlagen.

Vorzeitiger Wechsel kein Thema

Das Interesse aus anderen Ligen ist dennoch nicht an ihm vorbeigegangen. "Ich bekomme das mit den ausländischen Klubs natürlich mit. Mir schicken Freunde das, was über mich in den Zeitungen steht", sagt  Weigl. Von seinen Beratern höre er auch, "dass sich Scouts immer wieder bei ihnen melden und dass sie ein sehr gutes Feedback bekommen".

Doch für Weigl ist ein vorzeitiger Wechsel erst einmal kein Thema. Sein Berater Ersin Akan beteuert bei Sport1, dass der 19-Jährige bis zum Saisonende definitiv bei 1860 bleiben werde. "Was danach wird", ergänzt Akan, "kann ich noch nicht sagen. Er muss sich entwickeln, jedes Spiel bringt ihn weiter."

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Dass das Münchner Eigengewächs die Kapitänsbinde nach einer Party-Nacht mit einigen Teamkollegen wieder loswurde, "war für Weigl sogar eine Erleichterung: "Darüber war ich gar nicht so traurig. Trotz der Ehre, der jüngste Spielführer in der Geschichte des TSV gewesen zu sein, sei es auch schwierig für ihn gewesen, "so in den Mittelpunkt gerückt zu werden von den Medien und von dem ganzen Umfeld". Dass er von Moniz daraufhin einige Wochen gar nicht mehr aufgestellt worden war, sei keine schöne Zeit für den Youngster gewesen. Er habe auch nicht verstehen können, warum Herr Moniz mich von einem auf den anderen Moment nicht mehr berücksichtigt hat."

Über den Ex-Coach der Löwen sagt er auch: "Es war nicht alles schlecht unter Herrn Moniz, denn ich habe schon gemerkt, dass er etwas mit mir vor hat, aber ich habe nicht verstanden, warum ich nach der Begnadigung, wo es hieß, es geht wieder von null los, keine echte Chance bekommen habe."

Doch auch von dieser Tatsache hat sich Weigl nicht unterkriegen lassen. Im Training gab er weiter Vollgas. So, als wäre nichts gewesen. Den Dank erhält er jetzt von Markus von Ahlen. In Form von regelmäßigen Einsätzen in der Startelf.

mg

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