Kapitän Weber muss Rotsperre absitzen

TSV 1860 II: Achtung vor den beiden Ex-Löwen

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Mike Ott (l.) und Ivan Knezevic haben beide eine Vergangenheit an der Grünwalder Straße.

TSV 1860 München II - Das Regionalliga-Team der Löwen erwartet am Wochenende die Reserve des 1. FC Nürnberg im heimischen Grünwalder Stadion. Mit einem Sieg kann die Truppe von Daniel Bierofka bis auf drei Punkte an Tabellenführer Unterhaching herankommen.

"Wiesn-Zeit is de scheenste Zeit", lautet ein altes Münchner Sprichwort. Damit sich seine Schützlinge diese Worte nicht zum Motto nehmen, behielt sie Trainer Daniel Bierofka beim gemeinsamen Oktoberfest-Besuch unter der Woche genau im Auge. Mit Erfolg. "Keiner hat über die Strenge geschlagen", äußert sich der 37-Jährige auf der vereinseigenen Homepage. Der Grund für die gesteigerte Aufsichtspflicht des Übungsleiters: Mit dem 1. FC Nürnberg II wartet am Samstag (14 Uhr) ein sehr ernstzunehmender Gegner auf die Junglöwen.

Wirft man einen Blick auf die Auswärts-Tabelle belegen die Mittelfranken sogar den ersten Platz. Vier Siege und ein Unentschieden holte das Team bislang in der Fremde. Besonders die Abteilung Attacke konnte mit 23 Saisontoren überzeugen. Ein Fakt, der Bierofka nicht verborgen blieb. "Sie haben eine wahnsinnige Offensivqualität und sind in der Vorwärtsbewegung brandgefährlich", warnt er seine Hintermannschaft. Neben Top-Torjäger Dominic Baumann (8 Treffer) beweisen sich mit Mike Ott (4) und Ivan Knezevic (3) auch zwei Ex-Löwen beim FCN als treffsicher.

Bei der Aufgabe, die früheren Kollegen zu stoppen, müssen die Sechziger allerdings auf Kapitän Felix Weber verzichten. Der 21-jährige Innenverteidiger ist aufgrund einer Rot-Sperre aus dem Auftritt in Schweinfurt (2:1-Sieg) zum Zuschauen verdammt. Den vakanten Posten wird aller Voraussicht nach Routinier und Co-Trainer Michael Kokocinski einnehmen. "Koko treibt den Altersschnitt nach oben", witzelt Bierofka über den 31-jährigen Haudegen. Verstärkung könnte es zusätzlich aus dem Profi-Kader geben. Nicholas Helmbrecht und Florian Neuhaus trainierten die ganze Woche mit der Regionalliga-Mannschaft und sind vermutlich auch am Samstag mit von der Partie. Ganz zur Freude des Trainers. "Ich hoffe, dass sie bei uns zum Einsatz kommen." 

Aber auch ohne die beiden Jungprofis dürfte der 1860-Reserve nicht Angst und Bange sein. Das Selbstvertrauen ist groß nach zuletzt acht Partien ohne Niederlage. "Wir machen uns momentan keine Gedanken, spielen einfach drauf los", erklärt Bierofka das aktuelle Erfolgsrezept. Wichtig sei nur, dass die Mannschaft auch weiterhin die "Bereitschaft, an und über die Grenzen hinaus zu gehen" zeige.

Eine Zusatzmotivation stellt der Punktverlust von Tabellenführer Unterhaching im Derby gegen den FC Bayern II am vergangenen Dienstag dar. Mit einem Sieg würden die Löwen bis auf drei Punkte an den begehrten Platz an der Spitze heranrücken. Gelingt dies am Samstag, wird Oberaufseher Bierofka seinen jungen Wilden beim nächsten Wiesn-Besuch vielleicht auch nicht mehr ganz so genau auf die Finger schauen.

Text: Simon Nutzinger

Quelle: fussball-vorort.de

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