Interview mit dem Defensiv-Allrounder

Bülow frohlockt: "Das ist das Gute an unserer Situation"

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Garant für den Aufschwung der Blauen: Kai Bülow entdeckt seine Torgefahr bei Standards wieder.

München - Kai Bülow zählt zu den Gesichtern des Aufschwungs der Löwen. Im Interview spricht der Ex-Rostocker über die Gründe für die neue Stärke und den politischen Erfolg der AfD.

In der Winterpause galt Kai Bülow noch als Wackelkandidat. Durch die Verpflichtungen von Innenverteidiger Jan Mauersberger und Sechser Goran Sukalo bekam der 29-jährige Rostocker auf beiden Positionen einen Konkurrenten vor die Nase gesetzt. Nun ist Bülow doch wieder ein Unverzichtbarer. Er erzielte das Führungstor gegen Düsseldorf, traf zum siegbringenden 1:0 in Kaiserslautern und sorgte mit einem Kopfball für den Quasi-Assist zur frühen Führung gegen Sandhausen. Beim Spiel in Leipzig musste Bülow grippegeschwächt passen, wie die Chancen stehen, dass er am Sonntag gegen Bielefeld wieder mitwirken kann? Wir fragten nach.

Herr Bülow, was macht die Erkältung, wie geht's dem gebrochenen Zeh?

Bülow: Alles gut so weit. Ich trainiere seit Mittwoch wieder voll mit und habe keine Beschwerden. Die Schmerzen sind tolerierbar, von daher sehe ich kein Problem für Sonntag.

Welcher Fuß wurde eigentlich in Mitleidenschaft gezogen?

Bülow: Das haben wir bewusst nicht kommuniziert. Es muss ja auch nicht jeder wissen - vor allem nicht in Bielefeld…

Wie schwer war es, gegen Leipzig nur am Fernseher zuschauen zu können?

Bülow: Sehr schwer. Mir geht's nie gut, wenn ich mir ein Spiel anschauen muss, bei dem ich eigentlich gern auf dem Platz stehen würde. Ich bin dann nervöser als wenn ich selbst spiele. Da hilft nur Ablenkung, Essen, Teetrinken.

Löwen-Training: Möhlmann lässt Können aufblitzen

Haben Sie den Eindruck, dass die 1:2-Niederlage raus ist aus den Köpfen?

Bülow: Ja, die ist raus. Im Training geht es ordentlich zur Sache, wir haben richtig Zug drin. Man merkt, dass jeder alles reinhauen will gegen Bielefeld. Es geht jetzt darum, den Schwung aus den letzten beiden gewonnenen Heimspielen gegen Düsseldorf und Sandhausen mitzunehmen. Wir haben es selbst in der Hand, das ist das Gute an unserer Situation.

Ist die größere Gefährlichkeit bei Standards tatsächlich auf mehr Spezialtraining zurückzuführen?

Bülow: Wir haben auch in der Hinrunde Standards trainiert, so ist es nicht. Klar kommen die Bälle von Liendi (Michael Liendl) und Levent (Aycicek) sehr gut. Der Unterschied zum letzten Jahr liegt aber eher darin, dass wir mit Jan (Mauersberger) und Sascha (Mölders) im Winter zwei große, kopfballstarke Spieler dazubekommen haben, die es dem Gegner im Sechzehner schwerer machen, alles zu kontrollieren. Jetzt bekommen Chris (Schindler) und ich auch mal kleinere Gegenspieler zugeteilt, das wirkt sich hin und wieder positiv aus. Wir haben insgesamt mehr Wucht auf dem Platz.

Wie sehr erleichtert es Ihr Schaffen, dass sich Ihr Vertrag vor einigen Wochen nach einer bestimmten Anzahl von Pflichtspielen automatisch verlängert hat?

Bülow: Es ist ein schöner Nebeneffekt, aber nicht mehr. Entscheidend ist, dass wir die Klasse halten. Sonst ist auch der Vertrag nichts wert.

Was sagen Sie zur neuen Harmonie mit Hasan Ismaik? Ist die Ruhe in der Vereinspolitik auch ein Faktor, dass es sportlich wieder besser läuft?

Bülow: Ich konzentriere mich ausschließlich auf den Sport.

Die große Politik gehört allerdings sehr wohl zu Ihren Interessen. Wie bewerten Sie die Wahlerfolge der AfD?

Bülow: Wir haben das in den letzten Jahren ja immer wieder erlebt, dass bestimmte Parteien extrem von gewissen Themen profitiert haben, siehe die Grünen und Fukushima. Bei der AfD ist es natürlich kritischer. Da gilt es mit Sachlichkeit dagegenzuhalten. Ich sehe das Ganze relativ entspannt, aber mit einem wachen Auge.

Interview: Ludwig Krammer

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