Vor dem Drittliga-Spiel gegen Hansa Rostock

Kai Bülows Wiedersehen mit den Löwen: Schwärmen von der „zweiten Heimat“ 

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Kai Bülow spielte in München unter elf verschiedenen Trainern. 

Kai Bülow trifft mit Hansa Rostock erstmals seit seinem Wechsel aus München auf den TSV 1860 München. Zuvor äußert er sich zu seiner Zeit bei den Löwen und lobt einen Verantwortlichen ganz besonders. 

Es war sicher einer der emotionalsten Momente in der jüngeren Vereinsgeschichte des TSV 1860 München, als Kai Bülow in der Relegation gegen Holstein Kiel den Ball in der Nachspielzeit über die Linie bugsierte, den Abstieg der Löwen aus der zweiten Liga verhinderte und die Allianz Arena in ein Tollhaus verwandelte. Egal wie chaotisch es im Verein auch zugeht, sportlich reicht‘s irgendwie dann doch immer, so der Tenor vieler Fans nach der Abwendung des Abstiegs zu diesem Zeitpunkt. Drei Jahre später weiß man, dass dieser Optimismus eine Illusion war. Bülows Treffer hatte keine Umkehr eingeleitet, sondern das Leiden des Patienten lediglich verlängert. 

Ein Jahr später stieg der TSV 1860 München ab und auch Bülow verließ den Verein nach sieben Jahren in München in Richtung Karlsruhe. In einer Zeit, in der sich eine Vielzahl Spieler und Trainer in Giesing die Klinke in die Hand gaben, war Bülow eine der wenigen Konstanten. Zwar wurde er immer wieder aussortiert, stellte sich zum Wohle des Teams aber zu jedem Zeitpunkt bedingungslos hinten an, sodass er die Blauen in seiner letzten Saison in einigen Spielen sogar als Kapitän aufs Feld führte. Unter elf Übungsleitern arbeitete Bülow in seiner Zeit in München - mehr als so mancher Spieler im Laufe ihrer gesamten Karriere. 

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Bülow prophezeit Bierofka eine große Zukunft

Nun kommt es erstmals zu einem direkten Wiedersehen zwischen Bülow, der inzwischen das Trikot seines Heimatvereins Hansa Rostock trägt, und den wiedererstarkten und reorganiserten Löwen. “Ich habe mich sehr wohlgefühlt bei 1860. Die ersten vier Jahre waren sehr schön, die letzten drei Jahre chaotisch. Ich wollte etwas Neues, auch wenn wir drin geblieben wären, hätte ich den Verein verlassen”, erklärte der 32-jährige Defensivspezialist gegenüber der Bild. „Mehr Profijahre als in Rostock. Zwischen 20 und 30 ist ein entscheidender Zeitraum im Leben, wo man viele Leute kennenlernt, Freunde gewinnt. Ich habe mich sehr wohlgefühlt“, so Bülow weiter.

Mit Daniel Bierofka ist einer dieser Freunde, mit dem Bülow einst noch zusammen gegen den Ball trat, inzwischen Cheftrainer bei den Löwen - und hat in seinem ehemaligen Schützling einen großen Fürsprecher seiner Arbeit. „Und dann hatte ich ihn zweimal als Interimstrainer. Da hat er einen richtig guten Job gemacht. Schon damals hat man gesehen, dass er sehr talentiert und ein sehr guter Trainer ist und noch werden kann. Er ist erst am Anfang, von ihm werden wir noch viel hören“, erklärt Bülow. Punkte sammeln soll Bierofka allerdings natürlich möglichst nicht in der Hansestadt. „Es ist ein Heimspiel, da wollen wir die drei Punkte natürlich behalten.“

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