24. Spieltag

Kommt für die Löwen die Wende am Ort des Schreckens?

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Schindler & Co. konnten die Pleite in Lautern nicht fassen.

Kaiserslautern - Am Dienstag muss der TSV 1860 in der 2. Bundesliga bei Kaiserslautern antreten. Hier begann 2014 mit dem 2:3 das Unheil.

Diesen Montagabend am 4. August 2014 wird wohl kein Löwen-Fan jemals vergessen. Erstes Saisonspiel unter Neutrainer Ricardo Moniz, zwei Tore durch Neustürmer Rubin Okotie, zuvor noch der Platzverweis für Lauterns Torwart Tobias Sippel – und dann diese zweite Halbzeit…

Lakic per Foulelfmeter (68.), Lakic per Kopf (71.), Hofmann per Kopf (80.) – der Betze brannte. Und der Löwen-Albtraum war perfekt. Es gibt nicht wenige Fans und Verantwortliche, die in diesem Spiel die Ursache für die seitdem andauernde Höllenfahrt des TSV 1860 sehen. Vom durchschnittlichen Zweitligisten zum Abstiegskandidaten, ein Ende der Misere nicht in Sicht – oder doch? Nach dem 3:2 gegen Fortuna Düsseldorf kehren die Löwen an diesem Dienstag erstmals an die Stätte des Schreckens zurück. Mit welchem Gefühl? „Damals wussten wir nicht, wo wir stehen“, sagt Kapitän Chris Schindler. „Jetzt weiß jeder, was die Stunde geschlagen hat. Wir dürfen nach dem Sieg vom Samstag kein bisschen lockerlassen, sondern müssen im Gegenteil noch zwei Schippen drauflegen. Wir brauchen drei Punkte.“

Nicht mit in den Bus Richtung Pfalz konnte Dominik Stahl steigen. Der Sechser laboriert an einer Reizung der Achillessehne. Ungewiss, ob Stahl bis zum Freitags-Heimspiel gegen Sandhausen fit wird. Statt seiner nominierte Trainer Benno Möhlmann Romuald Lacazette für den 18er-Kader, daheim blieben Gui Vallori, Stephan Hain und Daylon Claasen.

Möhlmanns Devise: „Wir können nach dem Sieg gegen Düsseldorf wieder zuversichtlich sein. Wir müssen die Grundtugenden und unseren Zusammenhalt, den wir am Samstag abgerufen haben, wieder auf den Platz kriegen. Es wird eine schwierige Aufgabe in Lautern, weil die viel Druck machen. Aber wir trauen uns zu, da etwas mitzunehmen.“ Relegations-Konkurrent SC Paderborn spielt heute zeitgleich beim Karlsruher SC.

Auch das jüngste Auswärtsspiel bei Union Berlin sollte den Löwen eine Lehre sein. Nach verpennter Anfangsphase hätte die Partie bereits nach zehn Minuten entschieden sein können. „Das war eine Warnung“, glaubt Schindler. Und Möhlmann hofft: „Ich denke, dass die Mannschaft bemüht sein wird, das nicht wieder so angehen zu lassen.“ Eine etwas spätere Fahrt vom Hotel ins Stadion ist vorgesehen. Möhlmann: „Wir werden etwas knapper anreisen als in Berlin, um nicht so viel Zeit in der warmen Kabine verbringen zu müssen. Es ist nicht optimal, 20 Minuten in der mollig warmen Kabine zu sitzen, das putscht nicht gerade auf. Wir haben in Bremen früher auch die Gegnerkabine aufgeheizt.“

Wer heute auf dem Platz wem einheizt? Ex-Löwe Daniel Halfar hat Respekt vor 1860: „Von der Besetzung her haben sie da unten nichts verloren. Ich hoffe, dass sie drinbleiben. Trotzdem wollen wir die drei Punkte am Dienstag hier behalten.“ 

L. Krammer

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