tz-Expertenkolumne

Wettberg: Matthäus wäre jetzt der Richtige

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Ex-Löwen-Coach Karsten Wettberg.

München - Ex-Löwen-Trainer Karsten Wettberg glaubt, dass ein ein Mann wie Lothar Matthäus den Löwen jetzt helfen könnte. In der tz-Expertenkolumne begründet der Ex-Coach diese Forderung.

Wo ich auch hinkomme, es ist immer das Gleiche. Jeder fragt: Was ist mit den Löwen los? Wie ist denen noch zu helfen? Steigen sie ab? Und die ganz G’scherten lachen einen nur noch aus. Aber das geht nicht nur mir so, sondern allen Fans. Die leiden nur noch. Und jetzt wieder die ganzen Diskussionen um den Trainer, um den Sportdirektor.

Ich sage, es ist von Haus aus ein Fehler gemacht worden, als man Markus von Ahlen als Cheftrainer installiert hat. Der wollte es doch erst gar nicht machen, also nehme ich so einen auch nicht. Von Ahlen hat wohl schon was geahnt und die Lage damals gar nicht so verkehrt eingeschätzt. Aber Fehler wurden ja vorher schon gemacht. Zum Beispiel wurde der Kader nicht richtig zusammengestellt. Deshalb würde ich mich im Winter unbedingt um einen Führungsspieler bemühen. Das muss ein Deutscher sein, und ein echter Typ auf dem Spielfeld. So wie ihn in der FC Ingolstadt mit Pascal Groß hat. Den habe ich am Sonntag gegen Lautern wieder gesehen – ein absoluter Genuss. Groß wurde übrigens ablösefrei verpflichtet.

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Leonardo war jetzt nicht unbedingt ein Führungsspieler, aber ein Kicker, bei dem nicht nur mir das Herz aufgegangen ist. Ich frage mich nur, wie man so einen Mann einfach gehen lassen kann. Nur weil er schwierig war? Ich würde den größten Unsympathen aufstellen, wenn er mir weiterhilft. Die Guten sind nun mal schwierig. Wenn die restlichen beiden Spiele in diesem Jahr gegen Lautern und Leipzig auch noch verloren werden, bin ich mal gespannt, ob Poschner einen Plan B bei der Trainerfrage hat. Ich wäre für Lothar Matthäus, weil er jetzt genau der Richtige wäre mit seinem Fußballverstand. Wobei ich sowieso der Ansicht bin, dass der Abstieg nicht so schwer zu vermeiden sein müsste. Man wird doch Vereine wie Aue, St. Pauli etc. hinter sich lassen können – also bitte. Sollte 1860 am Ende aber doch absteigen, obwohl man nicht wenig Geld investiert hat, dann sind alle Verantwortlichen für immer gebrandmarkt.

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