Ex-Löwen-Coach vermisst Leonardo

Wettberg: "Mich erfüllt große Sorge"

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Kartsen Wettberg.

München - Er ist tief besorgt: Karsten Wettberg, einstiger Kulttrainer des TSV 1860, hat in einem Interview über die bedrohliche Krise der Sechziger gesprochen.

Karsten Wettberg ist einst vom 1860-Anhang als „König von Giesing“ gefeiert worden. 1991 führte er die Sechziger nach neun Jahren Bayernliga zurück in die Zweitklassigkeit. Das ist lange her, der heute 73-Jährige hat inzwischen noch ein Dutzend Trainerstationen hinter sich gebracht. Doch Löwen-Fan ist der Aufstiegsheld von einst immer geblieben. Und entsprechend besorgt ist Wettberg angesichts der Entwicklung bei den Blauen in dieser Saison. "Mich erfüllt natürlich die große Sorge, dass wir total in den Abstiegsstrudel gerissen werden. Man hatte ja gehofft, dass gegen Aue ein Befreiungsschlag gelingt. Aber das ist nicht geschehen. Ehrlich gesagt: Ich hatte mir nicht vorstellen können, dass man gegen Aue, das über 400 Minuten kein Tor geschossen hatte, ein Spiel verlieren kann", schildert Wettberg seine Gefühle nach dem am Ostersonntag verlorenen Heimspiel gegen den Abstiegskonkurrenten.

Ursachen für die Misere sieht Wettberg einige. "Der krasseste Fehler war allerdings, dass man den Mittelfeldspieler Leonardo hat ziehen lassen. Bei ihm ist einem das Herz aufgegangen." Einen wie den Brasilianer, der im vergangenen Herbst seinen Vertrag bei den Sechzgern aufgelöst hatte, könnten die Löwen jetzt gut gebrauchen, glaubt Wettberg. "Leonardo wäre jetzt ganz wichtig, weil er Chancen herausspielen, weil er Überzahl herstellen kann."

Was der ehemalige 1860-Coach über Trainer Torsten Fröhling, das Spielermaterial und das Horrorszenario Abstieg zu erzählen hat, lesen Sie im Interview auf merkur-online.de.

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