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Geld? Post von Ismaiks Anwalt!

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Investor Hasan Ismaik (links) mit Löwen-Präsident Hep Monatzeder. © Sampics

München - Nein, von einer innigen Partnerschaft kann endgültig nicht mehr die Rede sein. Im Gegenteil: Jetzt gibt’s richtig Zunder mit dem Investor! Eine Anwaltskanzlei prüft jetzt eine "Diskriminierung" Ismaiks.

Eigentlich erwartete der TSV 1860 am Dienstag eine Überweisung in Höhe von dreizehn Millionen Euro von Hasan Ismaik, statt dessen kam nur ein Brief. Von der Münchner Anwaltskanzlei Legal Alliance, unterzeichnet von Dr. Michel Scheele, einem Münchner Medien- und Wirtschaftsanwalt.

In dem Brief heißt es: „Wir wurden von Herrn Hasan Ismaik beauftragt, die Rechtslage zu prüfen und ihn hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise zu beraten. Die hierfür erforderlichen Unterlagen wurden uns soeben übermittelt. Sobald unsere Prüfung beendet und die Konsultation mit unserem Mandanten abgeschlossen ist, werden wir uns gerne mit Ihnen zu einem Meinungsaustausch treffen. Es wäre im Interesse aller Beteiligten, wenn in der Zwischenzeit öffentliche Bemerkungen über „kulturelle“ Unterschiede und/oder „andersartige Mentalitäten“ unterbleiben, mit denen das Verhalten unseres Mandanten charakterisiert wurde.

Es geht offenbar um Aussagen von Trainer Alexander Schmidt, der im Zusammenhang mit Ismaik erklärte: „Ich erwarte Respekt, unabhängig vom Kulturkreis.“

Ismaik bei den Löwen - die Fotos des Besuchs

Und von Präsident Hep Monatzeder. Der hatte am Sonntag bei Sky gesagt: „Dass Herr Ismaik ein bisschen viel redet, ist sein Thema. Herr Ismaik sagt das, was er vor einem halben Jahr gesagt hat. Das mag eine Mentalitätsfrage sein.“

Anwalt Dr. Scheele erklärte gegenüber der tz noch: „Wir überprüfen die rechtliche Situation von Herrn Ismaik und auch die finanzielle Situation bei 1860. Wir wollen auch ausloten, inwiefern 1860 bereit ist, Rücksicht auf die Interessen des Inverstors zu nehmen. Es ist ein unglaublicher Affront, wenn der Investor mit Aussagen wie „andersartige Mentalitäten“ oder „kulturelle Unterschiede“ diskriminiert wird.

Es wird richtig spannend. Und die 13 Millionenen, die Monatseder bis Dienstag vom Investor gefordert hatte, kann der TSV 1860 wohl erstmal in den Wind schreiben. Wahrscheinlich war Ismaiks anwaltliches Vorgehen auch eine Retourkutsche auf das Ultimatum, das ihm Monatseder gesetzt hat.

Wie auch immer: Eine friedliche Einigung zwischen den Parteien scheint zum Leidwesen des TSV 1860 in weiter Ferne zu sein. Dabei sollte doch nach dem „Abschuss“ von Präsident Dieter Schneider alles so viel besser werden…

tz

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