Nächster Gerichtstermin im Juni

Kirmaier klagt weiter - 1860 will Aussetzung beantragen

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Der Prozess um ihn und sein Amt geht weiter: Gerhard Mayrhofer.

München - Im Juni werden sich der TSV 1860 und das klagende Mitglied Helmut Kirmaier wieder vor Gericht treffen. Nur wenig später wollen die Löwen schon den neuen Verwaltungsbeirat wählen.

Lange Zeit war es ruhig im Rechtsstreit zwischen dem TSV 1860 und dem klagenden Löwen-Mitglied Helmut Kirmaier, der die Rechtmäßigkeit der Wahl von Gerhard Mayrhofer zum Präsidenten gerichtlich anfocht. Bis jetzt! Denn weitere Gerichtstermine werfen ihre Schatten voraus.

Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung stehen sich die Parteien am 9. Juni vor dem Landgericht gegenüber. Diesmal geht es um die Rechtmäßigkeit der Notvorstandsbestellung und die Gültigkeit der Wiederholungswahl vom 2. Dezember 2014. Zudem steht noch die noch nicht terminierte Verhandlung über den Vereinsausschluss Kirmaiers, sowie die Berufungsverhandlung gegen das Ursprungsurteil vom Juli 2014 an, wonach die Mayrhofer-Wahl für ungültig erklärt wurde, an. Dagegen hatten beide Parteien Berufung eingelegt. Nach Informationen der SZ wollen die Löwen am 9. Juni die Aussetzung der Prozesse beantragen, da mit einer endgültigen Klärung der Grundlagen aller Argumentation erst Ende August zu rechnen ist, der TSV 1860 aber im Juni einen neuen Verwaltungsbeirat wählen wird.

Immerhin: Sollte das Oberlandesgericht die Wahl Mayrhofers letztendlich tatsächlich für ungültig erklären, sieht 1860-Anwalt Guido Kambli dennoch gute Chancen auf eine Klärung der Lage. "Das Rechtsinstitut der faktischen Organschaft gibt es auch im Vereinsrecht", sagte Kambli dem Blatt, was bedeutet, dass ein Präsidentschaftskandidat, der mit dem Wissen und der Zustimmung der Mitglieder kandidiert und gewählt wird, auch Präsident ist. "Sonst müsste man ja hunderte Rechtsgeschäfte rückabwickeln." Aber: Eine Sicherheit, dass die Verwaltungsratswahl im Juni endgültig ist, wird es für die Mitglieder wohl erneut nicht geben.

Übrigens: Auf die Wahlliste zum Verwaltungsrat wollte mit Harald Riedl ein Vertrauter von Helmut Kirmaier. Der Wahlausschuss hat dessen Bewerbung allerdings laut SZ abgelehnt.

fw

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