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Mitgliederversammlung der 1860-Fußballabteilung

Klarheit in der Präsidentenfrage

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So sah es am Sonntag auf der Mitgliederversammlung im ­Zunfthaus aus.

München - Keine hundert anwesenden Mitglieder, aber trotzdem jede Menge interessante, amüsante und teils auch absurde Neuigkeiten – das bot die Jahresversammlung der 1860-Fußballabteilung.

Die zwei wichtigsten Punkte: Der Vertrag mit Ex-Geschäftsführer Gerhard Poschner ist inzwischen aufgelöst. "Es gibt eine Einigung. Von Poschner wird nix mehr kommen, glaube ich“, sagte Verwaltungsrats-Chef Karl-Christian Bay. Interessanter für die blaue Zukunft: Noch in dieser Woche wollen die Sechziger ihren Präsidentschaftskandidaten vorstellen, der am 15. November von einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zum neuen Oberlöwen gewählt werden soll. „Es gab neun Kandidaten, zwei haben zurückgezogen“, sagte Bay, der von der Versammlung am Sonntagnachmittag im Zunfthaus in der Münchner Isarvorstadt direkt zu einer Sitzung seines Gremiums aufbrach. Was er denn können sollte, der neue Präsident? Bays Antwort: „Er muss die Fähigkeit haben, die Löwen-Gemeinde hinter sich zu versammeln. Und er sollte eine starke Persönlichkeit sein, die kraftvolle Entscheidungen herbeiführen kann.“

Eine ziemlich rätselhafte Persönlichkeit haben die Löwen als Hauptgesellschafter in Abu Dhabi sitzen. Bis Jahresende muss Hasan Ismaik gewährte Darlehen bilanziell in Genussrechte umwandeln lassen, um die Eigenkapital-Regularien der DFL zu erfüllen und den Klub vor Sanktionen zu bewahren. Bay sieht dahingehend kein größeres Problem. Schwierig gestaltet sich indes das Verhältnis des e.V. zu Ismaik. Der bisherige Fußball-Abteilungsleiter Helmut Pestinger, der am Sonntag mit 70 von 94 Stimmen von Roman Beer abgelöst wurde, ließ bei seiner Rede keine Gelegenheit aus, um für eine Loslösung vom Investor zu werben. Sogar eine lose Verbindung der 1860-Jugendabteilung zum Direktor der Bank of China (!) führte Pestinger als Chance ins Feld, Ismaik herauszukaufen. Die Reaktionen im Auditorium: amüsiertes Kopfschütteln.

Bemerkenswert zudem: Wie Pestinger verriet, scheiterte ein Sponsoring von Ex-Präsident Dieter Schneider für die Jugendabteilung vor einigen Monaten am Veto von Nachfolger Gerhard Mayrhofer. Begründung: „Wir wollen das nicht.“ Das denken sich seit Längerem auch die Mitglieder. Zählte die Fußball-Abteilung vor zwei Jahren noch 16.670 Mitglieder, waren es zum Stichtag am 30. Juni 2015 noch 16.016. Der Löwe schrumpft.

lk

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