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Köllner reagiert auf Reisinger-Rüffel: „Kann und will meinen Mund nicht halten“

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Zwei meinungsstarke Löwen: Präsident Robert Reisinger und Trainer Michael Köllner.
Zwei meinungsstarke Löwen: Präsident Robert Reisinger und Trainer Michael Köllner. © Imago

Michael Köllner will sich nicht den Mund verbieten lassen. In einem Interview reagiert der Löwen-Coach auf die Tipps von Präsident Robert Reisinger.

München – Auftaktsieg bei Absteiger Dynamo Dresden und die Pflichtaufgabe im Toto-Pokal beim SV Rödelmaier souverän mit 7:0 gelöst. Eigentlich könnte beim TSV 1860 nach einem erfolgreichen Saisonauftakt alles im grünen Bereich sein, doch wie so oft gibt es auch abseits des Rasens Diskussionen bei den Löwen.  

Köllner zur Meinungs-Debatte bei 1860: „Jeder kann äußern, was er möchte“

Nachdem Präsident Robert Reisinger Trainer Michael Köllner im Merkur-Interview nahe gelegt hatte, sich auf seinen Aufgabenbereich zu konzentrieren, hat der Chefcoach jetzt im Interview mit der „Abendzeitung“ auf die Tipps des Oberlöwen reagiert. „Erstens: Es ist der Vereinspräsident, er darf sagen, was er will. Das ist seine Entscheidung“, sagte der 52-Jährige. „Zweitens: Wir haben das Recht auf freie Meinungsäußerung: Jeder kann äußern, was er möchte. Drittens: Ich habe in dem Interview auch das ein oder andere Gute über mich gelesen: Das ist das, was bei mir hängenbleibt.“

Ob er eine Ära an der Grünwalder Straße prägen könnte, wo sein Vertrag im kommenden Jahr ausläuft, müsste Sportdirektor Günther Gorenzel entscheiden. Einen Maulkorb will und wird sich der gebürtige Oberpfälzer aber auch in Zukunft nicht verpassen lassen, wie er betont. „Ich bin ein Mensch, ich kann und will meinen Mund nicht halten, wenn mir Dinge ganz klar widerstreben“, kündigt Köllner an.

TSV 1860: Aufstieg ist Pflicht? Köllner tritt auf die Bremse - „Wir sind eine von sieben, acht Mannschaften“

Ob er über den Sommer 2023 hinaus an der Isar bleibt, sei nicht zwingend an die Rückkehr in die 2. Bundesliga gekoppelt. „Ich tue mir schwer damit, für mich abzuleiten, dass ein Aufstieg Pflicht ist“, sagte der Löwen-Dompteur. Trotzdem verbreitet er nach einer gelungenen Transferperiode und starken Vorbereitung Optimismus: „Wir sind eine von sieben, acht Mannschaften, die das Zeug haben, aufzusteigen. Wir haben im Vorfeld vieles richtig gemacht.“

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