Angeblich Kontakt zu Luhukay

Kommentar: Wie lange geht das noch mit Fröhling gut?

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Torsten Fröhling (2.v.r.) ist "unrauswerfbar". Die Frage ist: Wie lange noch?

München - Acht Spiele, vier Tore, vier Punkte. Die Bilanz der Löwen ist in dieser Saison erschreckend. Merkur-Redakteur Uli Kellner gibt eine Einschätzung zur Sechzig-Situation.

Uli Kellner.

Es ist ein bemerkenswerter Trend, der sich im deutschen Profifußball abzeichnet. In den beiden höchsten Ligen belegen Mannschaften mit außergewöhnlich schlechter Punkteausbeute die Abstiegsplätze – und alle betroffenen Vereine gehen außergewöhnlich mit ihren Krisensituationen um. Stuttgart hält am Trainer fest, die Gladbacher waren ebenfalls dazu entschlossen. Auch in Duisburg steht Aufstiegstrainer Gino Lettieri nicht zur Debatte. Und bei den Löwen?

Zuletzt verging kaum ein Tag, an dem Sportchef Necat Aygün keinen öffentlichen Treueschwur leisten musste. Torsten Fröhling sei „unrauswerfbar“, erklärte er. Und: „Es gibt bei uns keine Trainerdiskussion.“ Doch haben diese Worte auch jetzt noch Gültigkeit, nach dem achten Saisonspiel ohne Sieg?

Die Fakten sind alarmierend: Vier Punkte aus acht Spielen, nur vier geschossene Tore. Nie zuvor stand ein Zweitligateam der Löwen nach einem Viertel der Saison abgeschlagener da. Schon jetzt klafft eine gehörige Lücke auf den ersten Nichtabstiegsplatz – und auch die nächsten Spiele sind nicht dazu angetan, Hoffnungen auf bessere Zeiten zu wecken. Am Sonntag kommt Aufstiegsfavorit Leipzig, dann geht es auf die Bielefelder Alm. Den Löwen, im Juni noch mit beispiellosen Glück dem Abstieg entronnen, droht mehr denn je der Totalabsturz. Immerhin: Sie kämpften gestern in Sandhausen, drehten fast noch das Spiel. Auch für den Trainer? Bekanntlich ist Fröhling auch ein Opfer der leistungshemmenden Umstände: Verfehlte Personalpolitik, Verletzungspech, schwache Vereinsführung. Der Wille, den beliebten Trainer zu stützen, ist da. Trotzdem werden die Bosse allmählich Alternativen prüfen – wenn sie es nicht bereits getan haben. Angeblich wurde Kontakt zu Jos Luhukay aufgenommen.

Aber: Es dürfte ein schweres Unterfangen werden, ausnahmsweise mal eine Premium-Trainerlösung an Land zu ziehen. Sportlich und finanziell schaut es wenig rosig aus, dazu kommt die Stadionproblematik und ein rätselhafter (Nicht-)Investor als Klotz am Bein. Wer mag sich diese Löwen noch antun? Fröhling, der Kämpfer – er ist offensichtlich bereit dazu.

Das 1:1 des TSV 1860 beim SV Sandhausen im Ticker zum Nachlesen.

Die Löwen in Sandhausen: Besser als Note 3 war nur einer

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