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Kommentar: Ist Pereira noch der Richtige?

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Von: Armin Gibis

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Vitor Pereira übernahm im Januar das Traineramt beim TSV 1860
Vitor Pereira übernahm im Januar das Traineramt beim TSV 1860. © sampics

Weil die Löwen in Heidenheim nicht gewannen, können Sie den Klassenerhalt nur noch über die Relegation retten. Unser Redakteur Armin Gibis versucht die Frage zu beantworten, ob ein erneuter Trainerwechsel erforderlich ist.

München - Die Löwen sind sich bis zur letzten Minute dieser verkorksten Saison treu geblieben. Einmal mehr standen sie sich selbst im Weg, versemmelten die schon sicher scheinende Rettung. Wieder war es eine Mischung aus Pech und Stümperhaftigkeit, die zu einem folgenschwerem Punkteverlust führte. Unfassbar, auf was für eine schiefe Bahn die Sechziger da geraten sind. Was sie auch machen, die Trendwende misslingt. Und unweigerlich stellt sich vor den Relegationsspielen gegen Regensburg die Frage: Wer kann den fatalen Lauf der Dinge noch stoppen? Präziser gesagt: Ist Trainer Vitor Pereira der richtige Mann für den finalen Abstiegskampf?

Sicher, Pereira kann nichts für die Fehler, die schon vor der Saison und während des ersten Halbjahrs

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gemacht wurden. Wieder einmal war fast das komplette Team umgekrempelt, wieder einmal ein Neuanfang gestartet worden – den die Vereinsgewaltigen alsbald wieder revidierten. Um sogleich einen weiteren Neuanfang zu wagen: Mit Pereira und fünf Neuzugängen. Dabei unterlief den Entscheidungsträgern – mit Investor Hasan Ismaik an der Spitze – ein womöglich verhängnisvoller Fehler. Alle personellen Neuerungen zielten auf den für 2018 geplanten Aufstieg – und nicht auf den Abstiegskampf.
Pereira ist zugute zu halten, dass er die Mannschaft spielerisch weiterentwickelt hat. Aber wenn der Klassenerhalt auf dem Spiel steht, dann geht es eben nur noch um Ergebnisse. Und die konnte der 48-Jährige, dem das Schlachtenglück abhanden gekommen ist, nicht liefern. Der Portugiese selbst hatte dieser Tage betont, er trage die Verantwortung für die aktuelle Situation. Und die ist eben mehr denn je zum Fürchten.

Immerhin: Das Mini-Minimalsaisonziel, also die Sicherung der Zweitklassigkeit, ist immer noch aus eigener Kraft realisierbar. Aber Ian Ayre, der neue Geschäftsführer, wird sich schleunigst ganz genau überlegen müssen, ob er es Pereira noch zutraut, das drohende Unheil abzuwenden. Schließlich war es kein Geringerer als Hasan Ismaik, der vor der Partie von Pereira „eine Trotzreaktion“ gefordert hat. Ein 1:2 wird ihn nicht zufriedenstellen.

Das Spiel im Ticker nachlesen!

Armin Gibis

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