Trainersuche im Abstiegskampf

1860-Kommentar: Nr. 16 – kein Platz für weitere Fehler!

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Trostloses Trio: Investoren-Statthalter Basha, Investor Ismaik, Präsident Mayrhofer.

München - Im Abstiegskampf darf der TSV 1860 München bei der Trainersuche nicht mehr danebengreifen. Von Präsident Mayrhofer gab es bislang vor allem Luftblasen. Ein Kommentar von tz-Redakteur Claudius Mayer.

Die Löwen und ihre Trainersuche. Ganz so schnell wie gewünscht, geht es dann doch nicht. Erst mal springt U 21-Trainer Torsten Fröhling ein, dann will man weitersehen. Die Verantwortlichen spielen auf Zeit, wohlwissend, dass der Verein bei der Wahl nicht mehr danebengreifen darf. Fröhling mal ausgeklammert, wird der Neue der 14. Trainer beim TSV 1860 seit dem Abgang von Werner Lorant im Oktober 2001 sein. Wobei von Ahlen und Rainer Maurer je zweimal das Amt inne hatten, tatsächlich also ist der noch zu Findende bereits der 16. Übungsleiter in dreizehneinhalb Jahren. Wenn sich also einer fragen sollte, warum der TSV 1860 seit über einem Jahrzehnt nichts mehr gebacken bekommt, soll er sich einfach an diese Faustregel halten: Je mehr Trainer, desto schlechter die Leistungen. Frag nach beim Hamburger SV, der dieses Problem ebenfalls seit Jahren mit sich herumschleppt.

Wobei das Ganze mittlerweile an der Grünwalderstraße eine ganz andere „Qualität“ angenommen hat. Bis zum vergangenen Sommer nahm der TSV 1860 wenigstens noch langweilige Mittelfeldplätze ein. Etwas, das die blaue Gefolgschaft auch schon gehörig nervte. Jetzt aber geht die pure Abstiegsangst um. Zufall, dass das ausgerechnet unter der Präsidentschaft von Gerhard Mayrhofer geschehen ist? Sicher nicht. Seine großspurigen Ankündigen, die er im Juli 2013 nach seiner Wahl zum Besten gegeben hat – Luftblasen, mehr nicht. Vier Trainer hat auch er mittlerweile als Präsident verschlissen, vom propagierten sportlichen „Rock ’n Roll“ war nicht mal im Ansatz irgendwas zu erkennen.

Von den ganzen unnützen Nebenkriegsschauplätzen, die er beackert hat, wollen wir gar nicht reden. Sie waren nur eins: Schädlich für das Umfeld und die Ruhe im Verein, auf die Mayrhofer einst ja angeblich so viel Wert gelegt hat. Fast logisch, dass Mayrhofer am Montag in einer hitzigen Diskussion mit rund vierzig Fans den Spieß mal wieder umdrehte. „Das Umfeld ist weltmeisterlich im Schlechtreden des Vereins.“ Mancher lernt’ s nie. Und vom einst voller Stolz verkündeten „neuen Zusammenhalt“ aller Führungskräfte ist ohnehin längst nichts mehr zu erkennen. Gerhard Poschner und Mayrhofer sind keineswegs mehr allerbeste Freunde. Und Investor-Cousin Noor Basha hat man auch schon lange nicht mehr an des Präsidenten Seite gesehen…

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