Telefonat mit Mayrhofer

Kehrt Lorant als Berater zu den Löwen zurück?

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Kehrt Werner Lorant als Berater zu den Löwen zurück?

München - Dem TSV 1860 droht vor der Winterpause der Sturz auf einen direkten Abstiegsplatz. Spätestens dann muss sich an der Grünwalder Straße etwas tun. Kehrt sogar Wernber Lorant dann zurück?

Innerhalb der nächsten sechs Tage steht der TSV 1860 vor der Zerreißprobe. Gehen auch die beiden kommenden Heimspiele gegen den Karlsruher SC (Samstag) und den 1. FC Kaiserslautern (Mittwoch) in die Binsen und stürzt die Mannschaft vom Relegations- auf einen Abstiegsplatz ab, dann kann wohl für nichts mehr garantiert werden. So gut wie sicher ist in diesem Fall ein erneuter Trainerwechsel – es wäre der vierte in diesem Jahr – und auch die Personalie des Sportdirektors dürfte zur Disposition stehen. Schließlich – so hat Gerhard Poschner bereits eingestanden – hat er in Sachen Ricardo Moniz danebengegriffen. Und auch der zweite Versuch mit Markus von Ahlen (bisher sieben Niederlagen in zehn Pflichtspielen) gilt bei vielen im blauen Lager schon jetzt als misslungen.

Die große Frage: Wer soll es dann richten?

Plötzlich kommt eine Personalie ins Spiel, an die keiner mehr ernsthaft gedacht hätte: Werner Lorant. Der einstige Erfolgstrainer, mittlerweile 66, hat sich vor drei Wochen zu einem zweistündigen Gespräch mit Präsident Gerhard Mayrhofer getroffen, vor ein paar Tagen erneut mit ihm telefoniert. Und er wird das demnächst noch mal tun. Lorant zur tz: „Wir haben über fast alles gesprochen, und Herr Mayrhofer hat zu mir gesagt, dass er mich in Kürze noch mal anrufen will. Am nächsten Freitag weiß ich mehr.“

Wie aber soll Lorant helfen? Eine Rolle als sportlicher Berater wäre denkbar. „Für 1860 stehe ich immer bereit“, sagte Lorant der tz und fügte hinzu: „Wenn die beiden Heimspiele danebengehen, dann muss sich was tun.“ Fehler hat er schon viele ausgemacht. „Dass man einen Leonardo abgibt, das geht nicht“, sagt Lorant. „Das kann man nicht machen. Ebenso wenig kann ich jemanden zum Cheftrainer befördern, der vorher bei drei gescheiterten Kollegen als Assistent tätig war.“

"Wir sind mitten im Abstiegskampf"

Eine klare Ansage von Lorant, aber auch Geschäftsführer Markus Rejek wurde im Vorwort des Löwenmagazins sehr deutlich. „Die Dritte Liga ist uns näher als die Erste“, schrieb Rejek. „Der Blick auf die Tabelle sagt: Wir sind mitten im Abstiegskampf. Jedem muss klar sein, um was es jetzt geht – in jedem Spiel.“

Aber trägt man nicht selbst Schuld daran, dass der TSV 1860 in der Saison 2014/15 wie ein hilfloser Haufen dasteht? 27 Spieler wurden eingesetzt, einigen davon wurde bereits ein Abschied nahegelegt, dann wurden sie wieder benötigt. Zudem gab es jede Menge Suspendierungen wie zuletzt jene von Markus Steinhöfer und Bobby Wood. Nachdem dieser keine Lust hatte, in der U 21 zu spielen, wurde er kürzlich wegen einer vorzeitigen Trennung im Winter bei der sportlichen Führung vorstellig. Der TSV 1860 wäre wohl einverstanden, wenn die Ablöse – man spricht von 500 000 Euro – stimmt. „Zu verschenken haben wir nichts“, hieß es. Wood ist nach tz-Informationen auch deshalb in Ungnade gefallen, weil er sich geweigert hat, einen Ernährungsexperten in Berlin aufzusuchen.

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tz

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