Überragender Spieler beim Sieg in Fürth

Vollmann will das Vertrauen rechtfertigen

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So bejubelte Korbinian Vollmann seinen ersten Treffer in der 2. Bundesliga am Freitag in Fürth.

München - Korbinian Vollmann war der Mann des Spiels beim Löwen-Sieg in Fürth. Der Youngster weiß aber, dass er noch nachlegen muss.

Korbinian Vollmann ist mit seinen 1,74 Metern körperlich vielleicht nicht der Größte - aber was das Löwen-Eigengewächs am Freitag beim 3:0-Sieg der Sechzger bei der SpVgg Greuther Fürth auf den grünen Rasen zauberte, das war riesig! Ein Traumpass zur Vorbereitung für das 1:0 durch Krisztian Simon, später der Treffer zum vorentscheidenden 2:0 - keine Frage, Vollmann erlebte seinen größten Tag im Sechzig-Trikot - und vielleicht sogar schon den Durchbruch bei den Profis!

Im Fachmagazin "Kicker" schaffte es Vollmann am Montag sogar in die "Elf des Tages".

Zu denen zählt der Offensivspieler erst seit vergangenen Herbst, als er auf Empfehlung des damaligen U23-Trainers Torsten Fröhling von Markus von Ahlen in die erste Mannschaft befördert wurde: Am 22. November feierte Vollmann beim 4:1-Sieg bei Union Berlin sein Profi-Debüt. In der 76. Minute wurde er damals für Valdet Rama eingewechselt und erlebte seinen ersten Erfolg mit den großen Löwen. Seither bekam Vollmann bis auf zwei Ausnahmen (in den Partien gegen Kaiserslautern und Darmstadt) immer Spielzeit, wobei der Trainerwechsel von von Ahlen zu Fröhling für "Korbi" nicht zum Nachteil wurde: Von Ahlen hielt ohnehin große Stücke auf das Löwen-Urgestein (seit der U12 im Verein), mit Torsten Fröhling hat jetzt einer seiner größten Förderer das sportliche Sagen. Für den Cheftrainer handelt es sich bei Vollmann um "ein Riesen-Talent", der Spieler selbst arbeitet offenbar sehr gerne unter dem Coach: "Unter unserem Trainer habe ich wirklich einen Riesenschritt gemacht", sagte Vollmann bereits im Herbst, nachdem er es zu den Profis geschafft hatte. Zuvor war der gebürtige Münchner in der Regionalliga 20 Mal zum Einsatz gekommen und hatte dabei 14 Treffer erzielt.

Die Löwen schießen Fürth ab: Die besten Bilder und Noten

Doch die Sehnsucht nach mehr war schon immer da. Und auch das Bewusstsein, es zwei Ligen über der Regionalliga auch schaffen zu können. "Ich trainiere ja schon seit ein paar Jahren bei den Profis mit. Da habe ich gemerkt, dass ich Zweite Liga spielen kann. Jetzt muss ich aber auch rechtfertigen, dass ich spielen darf", sagte Vollmann, der seinen Vertrag erst kürzlich bis 2017 verlängerte, bei "dieblaue24".

Sein Trainer hat hohe Anforderungen an ihn. "Er muss noch ein bisschen härter im Zweikampf werden", sagte Torsten Fröhling im vergangenen Oktober über seinen Schützling. Fröhling fügte damals hinzu: "Und wenn er dann seine Chance bekommt, muss er sie nutzen." Beim Spiel in Fürth hat Vollmann diese am Schopf gepackt. Wie für das gesamte Team gilt aber auch für den Youngster: Jetzt ist Nachlegen angesagt. Am besten schon beim Heimspiel am Freitag gegen den VfR Aalen!

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