Das ist der neue Chefcoach der Löwen-Reserve

Kovacevic: Der perfekte Löwe

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Zeigt den Junglöwen, wo es langgeht: Marijan Kovacevic (li.), der damals seine Spielerkarriere beim HSV begann.

TSV 1860 München II - Plötzlich musste es schnell gehen. Kontakt hatten schon länger bestanden zwischen Marijan Kovacevic und dem TSV 1860.

Auf Vorschlag von Necat Aygün traf sich Nachwuchs-Chef Wolfgang Schellenberg mehrmals mit dem 42-Jährigen, dessen Vertrag im Scoutingbereich des VfB Stuttgart im Sommer ausläuft. Dort hätte Sportdirektor Robin Dutt „andere Ideen“ gehabt, schildert Kovacevic seinen Abschied vom VfB nach über zehn Jahren. Schellenberg allerdings war schnell überzeugt von den Qualitäten und Qualifikationen des gebürtigen Hamburgers, eine Zusammenarbeit zur neuen Spielzeit wurde angedacht. Nach Daniel Bierofkas Aufstieg zum Proficoach aber musste der Leiter des 1860-Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) nicht lange überlegen, wem er dessen U21 für die letzten fünf Saisonspiele anvertraut.

„Marijan passt einfach perfekt in unser Anforderungsprofil“, erklärt Schellenberg, „er besitzt die Fußballlehrerlizenz, ist ein ehemaliger Profi, kennt die Liga und hat Erfahrung in einem NLZ“. Nachdem Bierofka am Dienstag die Profis vom beurlaubten Benno Möhlmann übernommen hatte, setzten sich Schellenberg und Kovacevic am Mittwochmittag noch einmal zusammen. Bereits wenige Stunden später leitete der ehemalige Bundesligaspieler (Hamburger SV, VfL Wolfsburg, MSV Duisburg) das erste Training der Junglöwen.

Bierofka, der noch im Februar betont hatte, „frühestens in fünf, sechs Jahren“ über einen möglichen Einstieg bei den Profis nachzudenken, war von der aktuellen Entwicklung überrollt worden. Die Möglichkeit, nun „seine“ Löwen in der Liga zu halten, konnte er sich nicht entgehen lassen. Unabhängig vom Gelingen dieser Rettungsmission aber soll der 37-Jährige, der derzeit noch nicht mal die A-Lizenz besitzt, in der nächsten Saison wieder die Reserve übernehmen. Möglichst in der Regionalliga freilich. Dafür kann Bierofka jetzt selbst sorgen, denn bei einem Abstieg der Profis müsste auch die zweite Mannschaft in die Bayernliga.

Für die in der Regionalliga Bayern auf Platz elf notierten Junglöwen geht es in den letzten fünf Saisonspielen nur noch um das Prestige. Und darum, die imposante Serie am Leben zu erhalten. In diesem Jahr ist der Nachwuchs des Giesinger Traditionsvereins noch unbesiegt, die letzte Niederlage datiert von Mitte November. Zehn Partien wurden seither unbeschadet überstanden, in den jüngsten fünf Spielen allerdings mussten jeweils die Punkte geteilt werden. Bierofka, den Kovacevic noch aus gemeinsamen Stuttgarter Tagen kennt, habe ihm „eine gute Mannschaft hinterlassen“, so der weitgereiste Ex-Profi (u.a. in Bosnien-Herzegowina, Portugal, Österreich und auf Zypern aktiv), er wolle „da weitermachen, wo Biero aufgehört hat“. Zunächst aber gehe es in den ersten Trainingstagen darum, „den Jungs die Berührungsängste zu nehmen“, erläutert Kovacevic. Viel Zeit jedoch blieb dafür nicht, steht doch schon am Samstag (14 Uhr) die schwere Auswärtsaufgabe beim FV Illertissen auf dem Programm. Selbstverständlich sei auch ihm klar, lässt Kovacevic keine Zweifel aufkommen, „dass Biero die Mannschaft zur neuen Saison wieder übernimmt“.

Nachdem der neue Trainer der Junglöwen seine aktive Laufbahn in der zweiten Mannschaft des VfB hatte ausklingen lassen, war er bei den Schwaben im Nachwuchsbereich tätig. Zuletzt arbeitete er bei den Stuttgartern gemeinsam mit dem ehemaligen Löwen-Coach Alexander Schmidt im Scouting und war „für den Bereich U17 bis U23 verantwortlich“, wie Kovacevic erklärt. Seit 2011 besitzt er die Fußballlehrerlizenz, zuletzt sei er ohnehin zu dem Schluss gekommen, „dass ich wieder auf den Platz zurück will“. Seine neue Mannschaft und die bayerische Regionalliga „kenne ich vom Scouting“, so der Deutsch-Kroate, dessen Familie zwar weiter in Stuttgart lebt, dessen Eltern aber in München beheimatet sind. Zukunftsplanungen sind beim TSV 1860 derzeit ohnehin müßig. Hängt doch auch das Schicksal der gesamten Nachwuchsabteilung maßgeblich vom Erhalt der zweiten Liga ab. Weitergehen aber würde es auch bei einem Abstieg. Und Marijan Kovacevic wird wohl auch im nächsten Jahr noch ein Mitglied der Löwenfamilie sein.

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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