Neuzugang weiß sich zu helfen

Simon: Deutsch lernen mit Tom & Jerry und Co.

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Krisztian Simon erzielte in Fürth sein erstes Tor für die Löwen.

München - Krisztian Simon hatte einen zähen Start bei den Löwen. Sein starker Auftritt beim Sieg in Fürth könnte der Durchbruch des Ungars gewesen sein. Die Integration des Spielers ist jedenfalls in vollem Gange.

Krisztian Simons Start beim TSV 1860 München war mühselig. Kurz vor Schließung des Transferfensters Ende Januar erst von Ujpest Budapest verpflichtet, hatte der 23-Jährige bei den Löwen einige Anlaufschwierigkeiten. Der Ungar pendelte in den Spielen seit seiner Verpflichtung zwischen Stammelf und Tribüne, kurioserweise stand er aber ausgerechnet in jenen zwei Spielen in der Startformation, die die Löwen in diesem Jahr gewannen: Beim 2:1 gegen den FC St. Pauli sowie bei 3:0-Sieg am vergangenen Freitag bei der SpVgg Greuther Fürth.

Ist der Knoten jetzt geplatzt? Der Leistung in Fürth nach zu urteilen, die der Offensivspieler mit seinem ersten Tor für die Sechzger krönte, ist es anzunehmen. Den zähen Start in München möchte der Edeltechniker jedenfalls abhaken. "Ich hatte schwere Wochen, war nicht richtig fit, habe im Hotel gelebt und konnte kein Wort Deutsch", rekapituliert Simon im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung seine erste Zeit in Deutschland.

Die Löwen schießen Fürth ab: Die besten Bilder und Noten

Erleichtert haben dürfte ihm die Ansprache seines neuen Trainers Torsten Fröhling. Der habe nämlich stets an Simon appelliert, seine Lockerheit zu bewahren. "Ich habe das gemacht, was der Trainer gesagt hat. Das war: 'Bleib euphorisch, spiel' unbekümmert. Denn was kann dir schon passieren - außer, dass ich dich auswechsle", erzählt der Neuzugang.

Sportlich scheint er also Tritt zu fassen, und auch das Private kommt allmählich in Schwung. Simon hat eine Wohnung gefunden, in die bald auch Freundin Zora einziehen wird. Und das mit der Sprache wird auch immer besser, wenngleich mit ungewöhnlicher Hilfe. Dank Tom und Jerry, Dagobert Duck und Micky Maus schreitet Simons Integration nämlich täglich voran. Der Neuzugang verrät: "Im Moment schaue ich viele Zeichentrickfilme, so lerne ich die Basics der deutschen Sprache."

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