Die Sieglos-Löwen vor dem Pokalspiel

Kowarz vor Mainz: "Das ist eine Riesenchance"

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1860-München-Ersatztrainer Kurt Kowarz in Fürth.

München - Kurt Kowarz sieht das Pokalspiel in Mainz positiv. Der 1860-München-Interimstrainer erhofft sich aus der Partie neuen Schwung. Zu verlieren haben die Löwen: nichts.

Was macht man, wenn einem in der Liga das Wasser bis zur Nase steht und zwischendrin ein Pokalspiel bei einem Bundesligisten auf dem Programm steht? Man ist guter Dinge. Jedenfalls beim zweckoptimistischen TSV 1860. „Wir sehen das so, dass das eine Riesenchance ist“, erklärte Interimstrainer Kurt Kowarz vor der Partie am Dienstag in Mainz (wir berichten im Live-Ticker). „Die Spieler sollen einfach mal Fußball spielen, Tabelle und Punktekonto vergessen und versuchen, für eine Sensation zu sorgen.“ Was immerhin 527.000 Euro Achtelfinal-Prämie vom DFB in die Löwenkasse spülen würde.

Es dürfte beim frommen Wunsch bleiben. Denn nach den zuletzt gebotenen Leistungen bei den 0:1-Niederlagen gegen Karlsruhe und Fürth ist Hoffnungslosigkeit mittlerweile die größte Konstante an der Grünwalder Straße.

1860 München: Duisburg im Gespräch statt Mainz

Wird das noch was? Kowarz und Co-Trainer Kmetsch beobachten Maxi Wittek.

Hört man den Kiebitzen auf dem Trainingsgelände zu, dann redet keiner über Mainz, sondern ausschließlich über das Kellerduell an Allerheiligen gegen den MSV Duisburg. Das nämlich müssen die Löwen gewinnen, wollen sie nicht den Kontakt zum rettenden Ufer verlieren. „Trotzdem werden wir in Mainz nicht auf Sparflamme spielen“, sagte Kowarz, geschont werde wegen des Duisburg-Spiels auch keiner. Veränderungen könnte es heute trotzdem geben, und zwar aufgrund der Eindrücke aus der verlorenen Partie in Fürth. Kowarz: „Es gibt halt Spieler, die leben den Löwen mehr, und andere, die leben ihn weniger…“

Namen wollte er nicht nennen, aber man sei sich „mit Benno einig“, so Kowarz, „dass wir jetzt auf Spieler setzen, die sich auch für den TSV 1860 den Hintern aufreißen.“ Der 57-Jährige beschrieb es dann noch folgendermaßen: „Wenn irgendwo ein Haus brennt, dann helfe ich. Wenn bei uns so ein Fehler passiert wie vor dem Gegentor in Fürth, dann müssen auch bei allen Spielern die Alarmglocken schrillen.“ Was offenbar nicht der Fall war. Kowarz: „Schaut euch doch mal an, was bei der Entstehung zum Tor passiert ist.“ Oder besser, nicht passiert ist – und zwar bei vier bis fünf Spielern…

1860 München weiter ohne Möhlmann

Möhlmann wird das Spiel nach seiner Gallenoperation zwar nur am Fernsehschirm verfolgen können, ansonsten sei er voll einbezogen, was die Vorbereitung betrifft. Kowarz: „Co-Trainer Sven Kmetsch hat sich am Samstag das Spiel der Mainzer gegen Werder Bremen vor Ort angesehen und danach Benno bestens informiert.“

Am Mittwoch wird Möhlmann von den Ärzten in der Rotkreuzklinik nochmal einem Check unterzogen, anschließend wird entscheiden, ob er am Donnerstag wieder das Training leiten darf.

tz

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