Kowarz nach Sieg im DFB-Pokal: "Der Knoten ist gelockert"

Drei Mutmacher aus dem 1860-Pokal-Coup

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In Mainz gab's bei den Löwen Grund zum Jubeln.

München - Der TSV 1860 hat ein beeindruckendes Lebenszeichen abgegeben. Wir zeigen die Mutmacher der Löwen nach dem DFB-Pokal-Erfolg in Mainz in Hinblick auf das Schicksalsspiel gegen Duisburg! 

DFB-Pokal? Schön und gut. Aber entscheidend wird’s am Sonntag gegen den MSV Duisburg…

So lässt sich die Stimmung beim TSV 1860 nach dem durchaus überraschenden (aber für 1860 eigentlich nur logischen) 2:1-Sieg bei Mainz 05 zusammenfassen. Ein paar Kiebitze und Stüberlwirtin Christl Estermann applaudierten der Mannschaft gestern Mittag, als sie nach der Rückkehr aus Rheinhessen am Trainingsgelände eintraf. Und im Internet kursierten bereits die Witze, wie man die Europacup-Reisen nächstes Jahr als Fan am besten organisierten solle, so zwischen Großaspach und Kleinasien. Tja, ein bisschen Spaß muss sein – gerade in diesen Zeiten, wo den Löwen mal wieder „der Arsch auf Grundeis“ geht, wie es Ersatztrainer Kurz Kowarz formulierte.

Womit sie ihren Allerwertesten wieder in die Höhe bekommen wollen beim Schicksalsspiel an Allerheiligen gegen den punktgleichen Tabellenletzten aus Duisburg? Die tz listet die wichtigsten Mutmacher aus der Mainz-Partie im DFB-Pokal auf:

Punkt 1: Geschlossenheit: „Es war eine ganz andere Mannschaft als in Fürth“ sagt „Sechser“ Milos Degenek. „Da hat jeder in seine eigene Richtung gezogen, in Mainz haben wir das alle zusammen gemacht. 90 Minuten haben wir gekämpft und alles rausgehauen.“ Dass auch der zweifelhafte Platzverweis für Bengtsson seinen Teil zur Wende beitrug und Kagelmacher und Wittek in den Schlussminuten zweimal auf der Linie retten mussten, ist Degenek bewusst. Auch die geringere Erwartungshaltung im DFB-Pokal. „Aber ich glaube schon, dass wir den Druck bekämpfen können.“ Vorläufiges Fazit von Trainer Kowarz: „Der Knoten ist noch nicht geplatzt, aber gelockert.“

Punkt 2: Daylon Claasen: Der Südafrikaner war mit seiner Dribbelstärke und dem Mut, nach Ballgewinnn den Vorwärtsgang einzulegen, der auffälligste Löwe in Mainz. „Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht“, lobte Kowarz. Umso unverständlicher, warum Claasen zuletzt in der Liga nicht mehr über die Jokerrolle hinauskam. Gegen Duisburg dürfte er gesetzt sein.

Punkt 3: Neuer Konkurrenzkampf: „Wir haben Klartext geredet mit der Mannschaft nach dem Spiel in Fürth“, sagte Sportchef Necat Aygün zur tz. „Ich habe den Eindruck, dass die Botschaft bei jedem Spieler angekommen ist, dass wir nur über die Gemeinschaft aus dieser Situation herauskommen.“ Marius Wolf und Korbinian Vollmann landeten in Mainz auf der Ersatzbank, auch Maxi Wittek und Rubin Okotie mussten lange zuschauen. Als Linksverteidiger-Alternative empfahl sich Richard Neudecker. „Kompliment für seine Leistung“, sagte Aygün. „Ritschi hat seine Seite zugemacht und Akzente nach vorne gesetzt.“ Auch Kowarz lobte den Techniker, der heute seinen 19. Geburtstag feiert. „Er hat die Position schon beim Test in Innsbruck gespielt und seine Sache gut gemacht. Er kann was anfangen mit der Kugel und spielt gescheite Pässe. Ein sehr intelligenter Fußballer.“ Ein Sonderlob gab’s auch für Okotie. „Er hat gebrannt“, sagte Kowarz. „In seinen Augen habe ich den unbedingten Willen gesehen, das Spiel zu entscheiden.“ Nicht ausgeschlossen, dass die Löwen gegen Duisburg mit einer Doppelspitze Mugosa-Okotie auflaufen. Mugosas Ansage: „Wir haben beide getroffen, das ist ein Zeichen. Ich hoffe, dass wir beide helfen können am Sonntag.“

lk

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Kommentare

QAntwort
(0)(0)

Ein Roter wäre natürlich nicht vom Platz gestellt worden, ist schon klar!

StimmungskanoneAntwort
(1)(0)

Foul ja. Rot nein. Egal, weil Spiel schon vorbei :-)

Cʟᴇᴀɴsᴍᴀɴ - das OriginalAntwort
(2)(0)

Richtig.
Lieber @Stimmungskanone, du kannst dir in der ARD-Mediathek die Kurzzusammenfassung der Sportschau zum Spiel ansehen, das war sehr gut gesehen vom Schiri.