Bender-Brüder in der ran Bundesliga Webshow

Sehen wir die Bender-Zwillinge nochmal bei den Löwen? - „Wir haben ein blaues Herz“

Lars (li.) und Sven Bender während ihrer Zeit beim TSV 1860 München.
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Lars (li.) und Sven Bender während ihrer Zeit beim TSV 1860 München.

Lars und Sven Bender haben im Sommer ihre aktive Profi-Karriere nach vielen Jahren beendet. Seitdem laufen die Zwillinge für ihren Heimatverein TSV Brannenburg auf.

München - Im zarten Alter von 32 Jahren haben sich die Bender-Brüder aus der Bundesliga verabschiedet. Am Montagabend waren Lars und Sven in der ran Bundesliga Webshow zu Gast. Sie sprachen über ihre Laufbahnen, das Leben nach der Profizeit, die neue Saison und eine mögliche Rückkehr zum TSV 1860 München.

Lars über den verstorbenen Gerd Müller: „Es ist ein besonderer Mensch von uns gegangen.“

Der Tod von Gerd Müller bewegt natürlich auch die Bender-Brüder. „Es ist ein besonderer Mensch von uns gegangen. (...) Wir können dankbar sein, dass so ein Mensch unsere Karriere begleitet hat“, äußert sich Lars Bender über den Verlust. Des Weiteren kursiert momentan der Vorschlag, die Torjägerkanone in Gerd-Müller-Trophäe umzubenennen. „Alles andere würde keinen Sinn ergeben. Es wäre eine interessante Idee“, befürwortet Sven den Vorschlag.

Sven: „Es war alles da, nichts hat gefehlt.“

Nach 15 Jahren im Profibereich haben sich die Brüder nun zurückgezogen. „Wir waren 15 Jahre im Profibereich und haben 15 Jahre lang Hallo gesagt und zugleich auch 15 Jahre lang Ciao. Es ist für alle schwierig gewesen. Wir wussten, dass es anders wird. Aber es war für alle in Ordnung. Es war alles da, nichts hat gefehlt“, meint Sven zum Abschied ohne Fans. Den Grund für ihren Rückzug aus dem Profigeschäft fasst Lars so zusammen: „Wir haben uns die Frage gestellt, ob wir noch jeden Tag unsere Leistung abrufen können. Für uns hätte es sich so angefühlt, als würden wir uns selbst ein bisschen betrügen.“

Lars: „Ein Tragerl Bier steht immer da.“

Inzwischen spielen die Zwillinge in der Kreisklasse beim TSV Brannenburg. „Als wir in die Fußballwelt aufgebrochen sind, haben wir gesagt, wir kommen zurück. Das haben wir in diesem Fall gemacht. Es macht unheimlich Spaß. Wir wollen auch der Region etwas zurückgeben. So gibt man auch den Menschen daheim ein bisschen was zurück - gerade in den schwierigen Zeiten“, begründet Sven den Wechsel zu ihrem Jugendverein. Lars Bender fügt zudem hinzu: „Ein Tragerl Bier steht immer da. Wenn du da nach dem Spiel mal ne Halbe trinkst, wird man nicht negativ beäugt, dann wird einem gleich die Zweite angeboten. Da haben wir noch einiges aufzuholen.“

Sven: „Sag niemals nie“

Natürlich sind die Zwillinge auch mit Fragen zum TSV 1860 München konfrontiert worden. Lars sieht die Löwen auf dem richtigen Weg: „Definitiv, aber nicht nur sportlich, sondern auch von der Außendarstellung her. Ich hoffe, dass sie angreifen können. Vielleicht kann es diesmal was werden. Wenn es klappt, wird die Stadt ein Stück weit brennen.“ Die Fans des TSV wünschen sich zudem auch, dass die Brüder, die aus der Jugend von 1860 stammen, nochmal zurückkehren: „Sag niemals nie. Wir hatten immer ein blaues Herz. Für uns war es damals das größte, für den Verein zu spielen.“

Top 5 - Gegenspieler von Lars und Sven Bender

Während der ran Bundesliga Webshow wurden die Brüder auch zu ihren härtesten und besten Gegenspielern befragt. Aus einer großen Auswahl, auf die sie aufgrund ihrer Champions League-Erfahrung zurückblicken können, hat sich diese Top 5 ergeben:

  • Platz 5: Marco Verratti (Paris Saint-Germain)
  • Platz 4: Robert Lewandowski (FC Bayern München)
  • Platz 3: Kevin Volland (AS Monaco)
  • Platz 2: Lars/Sven Bender
  • Platz 1: Lionel Messi (Paris Saint-Germain)

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