Neu-Löwe kommt langsam in Fahrt

Leonardo: Das hat ihn am meisten überrascht

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Löwen-Neuzugang Leonardo.

München - Neu-Löwe Leonardo hat am Freitag in der Presserunde über seine ersten Wochen bei den Löwen berichtet. In der Halbzeit des Kiel-Spiels hatte er ein "Aha-Erlebnis".

Er gilt als Lieblingsspieler von Ricardo Moniz, trainierte bereits in Rotterdam, Salzburg und Budapest unter dem Holländer. Verwundert war in der Branche also niemand, als Leonardo de Vitor Santiago am 17. Juli beim TSV 1860 unterschrieb. „Ich freue mich auf das Abenteuer 1860“, ließ der 31-jährige Brasilianer zu seinem Einstand verkünden. Und schickte selbst hinterher: „In drei Wochen werde ich meine Topform haben.“

Fünf Wochen sind seitdem vergangen. Und zuletzt beim 2:1-Pokalerfolg in Kiel sah man in der zweiten Halbzeit tatsächlich einen Leonardo, der das Löwenspiel mit Dribblings und gekonnten Pässen aufwertete statt wie in Lautern und gegen Leipzig kraftlos über den Platz zu traben. „Es fehlt noch etwas, aber zuletzt war es eine steile Entwicklung. In Kiel habe ich mir in der Halbzeitpause gesagt: Leo, du musst zurückkommen! Und dann habe ich gemerkt, dass es in die richtige Richtung geht.“

Ob das auch für die Liga gilt, wird sich heute Abend in Heidenheim zeigen. Leonardo soll mit Ilie Sanchez und Edu Bedía das Dreier-Mittelfeld der Löwen bilden und defensiv wie offensiv mithelfen, die ersten Punkte der Saison einzufahren. „Er ist ein Spieler, der Überzahl schaffen kann“, sagt Moniz über Leonardo. „Damit passt er sehr gut in unser Anforderungsprofil.“

Die Eingewöhnung fällt dem in Rio de Janeiro geborenen Angreifer noch schwer. Obwohl des Niederländischen mächtig, spricht er kein Deutsch. Auch auf Englisch kann er sich nicht mit den Spielerkollegen unterhalten. Beim Pressetermin im Klubcontainer musste Kaderplaner Carlos Leal aus dem Portugiesischen ins Deutsche übersetzen.

Auf dem Platz hat Leonardo mit anderen Problemen zu kämpfen. „Mich hat überrascht, dass in der Zweiten Liga hier die Kraft ein großer Faktor ist und weniger die Technik“, gesteht er. Immerhin: An Selbstvertrauen mangelt es ihm nicht. Auf die Frage, wie er mit Kritik der Medien und Fans umgehe, hat „Leo“ eine plausible Antwort: „Ich komme sehr gut damit klar. Ich bin seit 13 Jahren Profi, das ist kein neues Phänomen für mich.“

lk

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