Bremen-Leihgabe fühlt sich wohl in München

Bleibt Aycicek länger? "1860 kam genau richtig"

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Levent Aycicek (r.) stand in allen Partien 2016 in der Startformation der Löwen.

München - Levent Aycicek fühlt sich wohl in München und beim TSV 1860. Er glaubt fest an den Klassenerhalt. Könnte die Bremer Leihgabe länger bei den Löwen bleiben?

Im Winter-Trainingslager im spanischen Estepona bereiteten die mitgereisten Löwen-Fans Levent Aycicek einen beeindruckenden Empfang, der die Leihgabe von Werder Bremen sichtlich beeindruckte. Mitten in der Nacht begrüßten ihn die Anhänger im Teamhotel. Acht Wochen ist das nun her, und der 22-Jährige hat sich beim TSV 1860 mehr als gut eingefügt. Seine Standards sind stets gefährlich, seine Wendigkeit und technische Stärke sorgten für einen Aufschwung im Löwen-Spiel.

Sein Wechsel zu 1860 ging im Winter relativ zügig über die Bühne, obwohl Aycicek eigentlich bei Werder angreifen wollte und ein Transfer nicht vorgesehen war. "Bei Werder war für mich vor Weihnachten eigentlich klar, dass ich die Vorbereitung bei den Profis mitmachen würde und dass ich eine neue Chance bekommen würde, mich oben zu zeigen", erklärt Aycicek im Interview mit Transfermarkt.de. "Als ich zum Training kam, hieß es dann: 'Levent, Du trainierst ab jetzt mit der U23 und fährst mit  ihr ins Trainingslager.' Das war natürlich keine gute Nachricht für mich, da ich bei den Profis nochmal neu angreifen wollte. Mir wurde dann klar, dass ich auch die zweite Saisonhälfte bei der U23 eingeplant gewesen wäre und einen Neuanfang brauche. Zu dem Zeitpunkt kam 1860 dann genau richtig."

Eigentlich ist der Bremer auf der Zehner-Position zu Hause, doch bei Sechzig spielt er fast ausschließlich auf dem rechten Flügel - für Aycicek aber kein Problem: "Ich habe meine komplette Jugend über im zentralen Mittelfeld gespielt, aber ich fühle mich auch auf den Außenpositionen sehr wohl. Ich bin ein Spieler, der auf mehreren Positionen spielen kann, zum Beispiel auch auf einer offensiveren Sechs, auf den Flügeln oder auf der 10. Bei Werder wurde ich sicherlich immer als der Zehner gesehen, da ich seit dem Nachwuchsbereich unter Skripnik nur auf dieser Position gespielt habe."

Aycicek geht mit Optimismus in die restlichen Spiele der Saison, denn 1860 hat das wohl vorteilhafteste Restprogramm aller Abstiegskandidaten: "Wir haben diese Spiele noch vor der Brust und können dort, aber auch gegen andere Mannschaften wichtige Punkte holen. Wenn uns das gelingt, dann bleiben wir auch drin - wenn nicht, sind wir selbst schuld. (...) Ich glaube fest daran, dass wir drin bleiben. Jeder weiß, worum es geht, viele haben im vergangenen Jahr den Abstiegskampf bereits erlebt. Wir werden jetzt versuchen, schnellstmöglich da untern rauszukommen."

Aycicek und 1860 - das scheint zu passen. Die Leihe endet offiziell am Saisonende, aber kann sich der 22-Jährige ein längeres Gastspiel an der Isar vorstellen? "Das wird man sehen. Darüber habe ich mir bislang noch keine konkreten Gedanken gemacht und das wäre in der aktuellen Situation sicherlich auch nicht förderlich. Ich konzentriere mich auf das Sportliche und das Ziel, bis zum Sommer mit 1860 die Klasse zu halten. Danach wird man sehen, was Werder Bremen sagt, ob sie mit mir planen und natürlich, wie ich mich entscheide."

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