Werder-Leihgabe verstärkt Löwen

Aycicek staunt: "Das habe ich nie erlebt"

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Blau steht ihm gut: Levent Aycicek will seiner Karriere bei Sechzig neuen Schwung verleihen.

Estepona - Levent Aycicek ist heiß auf Sechzig. Schon bei seiner Vorstellung schwärmt der Mittelfeldspieler von seinem neuen Verein. Trainer Benno Möhlmann kennt seinen Neuen genau.

Ob es ein gutes Omen ist, dass Levent Aycicek auf dieselbe Weise begrüßt wurde wie vor einem Jahr der gefloppte Anthony Annan? Roman Wöll hatte diesbezüglich kein schlechtes Gewissen. Der langjährige Allesfahrer umarmte den 21-jährigen Leihspieler von Werder Bremen bei dessen Ankunft in Estepona am Freitagfrüh um 0.45 Uhr gewohnt innig.

Auch die Segnung mit dem blauen Fanschal blieb nicht aus. "Ich habe ihm alles Gute gewünscht und ihm gesagt, dass er uns helfen soll", sagte Wöll. Aycicek sagte: "Das habe ich noch nie erlebt. Ich war jetzt sieben Jahre bei Werder und habe noch nie groß den Verein gewechselt, aber damit habe ich nicht gerechnet." Tja, andere Vereine, andere Sitten…

Diego ist Ayciceks Vorbild

Möhlmann, Aycicek und Kreuzer (v. l.).

Die Löwen - sie sollen für Aycicek ein Sprungbrett zurück in die Bundesliga werden. Bei Werder Bremen bekam der in Nienburg an der Weser geborene Deutsch-Türke im März bei seiner Vertragsverlängerung bis 2018 auf eigenen Wunsch die Rückennummer 10 seines großen Vorbilds Diego zugeteilt. "Ich wusste, dass ich damit ein bisschen Druck aufbaue", sagt Aycicek: "Aber ich habe ja noch drei Jahre Vertrag."

Insgesamt kam der deutsche U-Nationalspieler bei Werder bislang auf 13 Erstliga-Einsätze. In dieser Saison stockte die Karriere, Aycicek wurde ins Drittliga-Team zurückgestuft, und als sich eine Änderung zur Rückrunde nicht abzeichnete, lag der Wunsch nach einer Ausleihe nahe. "Ich saß am Sonntag zu Hause auf der Couch, dann hat mein Berater (Thorsten Haas, der auch Jan Mauersberger vertritt, d. Red.) angerufen und gefragt: 'Levent, kannst du dir vorstellen, zu Sechzig zu wechseln?' Ich habe kurz überlegt und gesagt: 'Klar!' Ich hatte ein paar andere Angebote aus der Zweiten Liga, aber keins hat mich überzeugt."

Möhlmann hat ein Auge auf Aycicek geworfen

Warum ihm ausgerechnet der Zweitliga-17. am attraktivsten erschien? Aycicek: "Ich habe mir früher mit meinem Vater immer Bundesliga-Spiele angekuckt und fand Sechzig immer cool."

Möhlmann hält viel von Aycicek. "Ich habe ihn in der Bundesliga und in der zweiten Mannschaft von Werder des Öfteren beobachtet. Insofern kann ich den Spieler einschätzen", sagt der Coach. Nach seinen Stärken gefragt, sagt Aycicek, der die Nummer 33 bekommt: "Ich denke, ich bin torgefährlich. Die Löwen müssen Tore schießen, um da unten rauszukommen, da hoffe ich, dass ich helfen kann."

Sportchef Oliver Kreuzer sagt: "Levent kann auf beiden Außenbahnen spielen und auch in der Mitte, wenn Benno wieder 4-1-4-1 oder 4-2-3-1 spielen will." Trotzdem sollen in Tom Weilandt von Greuther Fürth und einem Sechser noch weitere Spieler hinzukommen.

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