Ingolstadt-Stürmer vor dem Derby

Löwen-Fan Lex: "Kampflos geben wir nichts mehr her!"

+
Stefan Lex.

München - Wäre es nach Werner Lorant gegangen, würde Stefan Lex längst für den TSV 1860 spielen. Jetzt spielt er am Montag mit dem FC Ingolstadt gegen die Löwen und feiert ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten.

Herr Lex, wenn es am Montag gegen die Löwen geht, dann treffen Sie auf einen Torhüter, den Sie schon seit Ihrer Kindheit als Gegner kennen. Ein besonderes Duell?

Lex: Gegen den Vitus – natürlich. Ich freue mich, dass er jetzt die Nummer eins ist bei 1860. Eicher und ich sind ja beide gebürtige Erdinger und kennen uns von klein auf. Eitting gegen Langeisling, später Eintracht Freising gegen 1860 oder dann mit Buchbach gegen die Löwen – wir haben uns oft getroffen.

Haben Sie auch oft getroffen gegen ihn?

Lex: Ein paar Mal sicher. Aber in der Regionalliga gegen Sechzig glaube ich nie.

Weil Sie selbst Löwenfan sind…?

Lex: In meiner Jugend war ich jedenfalls einer. Später, wenn man selber hoch spielt, verändert sich das natürlich etwas.

Warum hat es mit einem Engagement bei den Löwen nie geklappt? Werner Lorant und Karsten Wettberg, beide ja als Trainer an der Grünwalder Straße sehr erfolgreich, haben Sie dem TSV 1860 wärmstens ans Herz gelegt.

Lex: Das freut mich natürlich zu hören. Denn ich wusste das bisher nicht. Werner Lorant hat zwar häufig unsere Spiele in Buchbach besucht, aber dass er mich so empfohlen hat, ist mir neu. Ich war ja auch zweimal im Probetraining bei 1860. Einmal in der Jugend und später bei den Profis unter Trainer Alexander Schmidt. Aber Greuther Fürth hat sich damals mehr um mich bemüht.

Wo es mit einem Profi­-Einsatz aber überhaupt nicht geklappt hat…

Lex: Wenn du nur dreimal Training in der Woche gewöhnt bist, dann ist das erst mal eine enorme Umstellung. Ich habe in Fürth gelernt und bin froh, dass es jetzt in Ingolstadt so gut klappt. Vor der Saison habe ich noch gesagt, dass es schön wäre, wenn ich ein Tor in der 2. Liga schießen würde, jetzt sind es sieben, obwohl ich in der Vorrunde fast zwei Monate verletzt ausgefallen bin.

Und Sie sind klarer Tabellenführer…

Lex: Ja. Unglaublich. Dabei hatten wir eigentlich vor, mal eine ruhige Saison ohne Abstiegsängste zu spielen. Aber es passt einfach alles. Der Trainer passt. Die Mannschaft weiß, was ­Ralph Hasenhüttl sehen will, alle wissen, was sie machen müssen. Weil wir auch fast immer in der gleichen Formation spielen können.

Ralph Hasenhüttl kommt immer als sehr sympathisch und freundlich rüber. Kann er auch anders sein?

Lex: Grundsätzlich tritt er auch gegenüber uns Spielern sehr freundlich auf. Aber er spricht Dinge auch klar an. Nur zur Sau hat er bei uns wirklich noch keinen gemacht.

Seine rechte Hand ist Champions-League-Sieger. Wie gut tut der einstige Hitzfeld-Assistent Michael Enke dem FCI?

Lex: Er ist sehr wichtig für uns. Wenn einer so große Erfolge gehabt hat, glaubt man ihm, was er sagt.

Jetzt haben Sie ausgerechnet zuletzt gegen Sandhausen und Aalen geschwächelt und fünf Punkte liegen gelassen. Kommen schon die ersten Nörgler?

Lex: Intern nicht. Sollte es außerhalb welche geben, werden wir diese eines Besseren belehren.

Aufstieg in die Erste Liga – wie groß wäre der Traum für Sie persönlich?

Lex: Es wäre unglaublich. Wir haben keinen Druck. Aber kampflos werden wir unsere jetzige Position nicht mehr hergeben.

Interview: tz

Auch interessant

Meistgelesen

Klare Worte: Das sagt Bierofka zu Zündlern im Sechzig-Block
Klare Worte: Das sagt Bierofka zu Zündlern im Sechzig-Block
So wurden die Sechzig-Bosse in Augsburg schikaniert
So wurden die Sechzig-Bosse in Augsburg schikaniert
Nach Korb im Sommer: Ärgert Mölders die Bayern ein zweites Mal?
Nach Korb im Sommer: Ärgert Mölders die Bayern ein zweites Mal?
Ist das ein richtiges Derby? Für Bierofka keine Frage…
Ist das ein richtiges Derby? Für Bierofka keine Frage…

Kommentare