Aufstieg in die 3. Liga? Fröhling hat Bedenken

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"Ich liebe meine Jungs!" Torsten Fröhling gibt seine Liebeserklärung an seine Mannschaft ab:

München - Torsten Fröhling war Teilnehmer einer BFV-Talkrunde. Der Coach des TSV 1860 II sprach über den möglichen Aufstieg in die 3. Liga und die Hauptziele, die er mit seiner Mannschaft verfolgt.

Die kleinen Löwen stehen gut da. Drei Punkte hat die Mannschaft von Trainer Torsten Fröhling nur Rückstand auf den Regionalliga-Tabellenführer Kickers Würzburg. In einer Talkrunde mit Moderator Christian Ortlepp, BFV-Präsident Rainer Koch, sz-Redakteur Christoph Leischwitz und dem Vorstandsvorsitzenden der Kickers, Michael Schlagbauer, bezog er Stellung zu den Zielen, die er mit der U21 verfolgt.

"Wir sind eine Ausbildungsmannschaft. Wir machen uns keine Sorgen um Abstieg oder schlechten Fußball", sagt er mit Blick auf die Unterschiede zur Profiabteilung des TSV 1860. Dennoch macht er keinen Hehl daraus, wie sehr er und seine Spieler die Gier nach Siegen antreibt. "Klar, das Schöne ist, dass man auch ein bisschen Erfolg und viele Punkte gesammelt hat."

Mit welchem Personal er und die Junglöwen nach der Winterpause in der Regionalliga antreten, steht noch in den Sternen. Mit Korbinian Vollmann, Marius Wolf und Fejsal Mulic wurden bereits in der Hinrunde nach und nach einige Youngster zu den Profis abkommandiert. Richard Neudecker, Emanuel Taffertshofer und Felix Weber sind drei weitere Talente, die sich beim Trainingsstart der Profis für Einsätze in der 2. Liga empfehlen durften. Kein Problem für Fröhling. "Wir sind stolz darauf und hoffen, dass sich die Jungs bei den Profis akklimatisieren und etablieren. Ich finde es positiv, dass meine Jungs Bundesliga-Luft schnuppern konnten und dass sie dort schon gebraucht worden." 

Bei der Frage, ob er sich einen Aufstieg in die 3. Liga wünscht, wirkt der 48-Jährige hin- und hergerissen. "Wenn wir es schaffen, würden wir es mitnehmen, aber das ist nicht das primäre Ziel", verweist Fröhling nochmal auf seine Aufgabe, die jungen Burschen an die erste Mannschaft heranzuführen. "Wir würden es unseren Spielern nicht verbieten oder verwehren." Obwohl er sich für seine "Jungs freuen würde", hat er auch Vorbehalte. "Ob es so gut ist, weiß ich auch nicht", sagt Fröhling und glaubt, dass im Verein ein Umdenken stattfinden müsste. "Mit 18-, 19-Jährigen nach Kiel zu fahren, vielleicht eine Klatsche zu kriegen und dann mit dem Bus zwölf Stunden wieder zurückfahren und die Jungs aufbauen... ich weiß nicht, ob das so positiv wäre", gibt er sich nachdenklich. Er glaubt ohnehin, dass die zweite Vertretung des Erzrivalen von der Säbener Straße noch im Aufstiegskampf mitmischen wird. "Man sollte die Bayern nicht abschreiben."

Bei der Feststellung von Moderator Ortlepp, er sei auch bereits ein Trainer-Kandidat für den Profibereich gewesen, gibt er sich mit einen Lächeln zugeknöpft. "Ich weiß nicht, ob ich da gehandelt wurde. Meine Mannschaft, meine Jungs liebe ich", blockt er zunächst ab, sagt dann aber: "Eines ist Fakt: Wenn der Verein sagt, ich Torsten Fröhling soll das und das machen, dann mache ich das. Das ist ganz normal."

jb

Quelle: fussball-vorort.de

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