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TSV 1860 bricht Auswärtsbann - „Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht“

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Von: Alexander Nikel

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Michael Köllner und Marcel Bär dürfen über den ersten Auswärtssieg des TSV 1860 München seit sieben Monaten jubeln.
Michael Köllner und Marcel Bär dürfen über den ersten Auswärtssieg des TSV 1860 München seit sieben Monaten jubeln. © Sampics

Der TSV 1860 München hat am Samstag in der 3. Liga einen knappen 3:2-Erfolg über den TSV Havelse gefeiert. Die Stimmen von Michael Köllner und Marcel Bär dazu.

München - Der TSV 1860 München hat sich gegen Tabellenschlusslicht TSV Havelse zum ersten Auswärtssieg seit über sieben Monaten gezittert. „Es war ein richtiges Kampfspiel. Havelse hat uns richtig viel abverlangt. Hintenraus wurde es nochmal enger. Wir sind sehr glücklich, dass wir auswärts drei Punkte geholt haben“, sagte Marcel Bär, Torschütze zum zweiten Tor der Löwen, bei Magenta Sport. Dem konnte sich Trainer Michael Köllner nur anschließen: „Wichtig war, dass wir hier heute gewinnen. Das haben wir geschafft, auch wenn wir es sicherlich spannender gemacht haben, als das Spiel es eigentlich hergegeben hat. Aber am Ende bleiben drei Punkte. Morgen wird kein Hahn mehr danach krähen.“

Dabei zeigte sich Köllner mit den ersten 45 Minuten, nach denen der TSV mit 2:0 führte, richtig zufrieden: „Wir haben in der ersten Halbzeit phasenweise richtig guten Fußball gespielt.“ Die Führung für die Löwen fiel bereits nach acht Minuten durch ein Eigentor des Aufsteigers. Nach rund einer halben Stunde erhöhte Marcel Bär nach Flanke von Geburtstagskind Stefan Lex auf 2:0. „Gute Bewegung außen und ein Schulbuch-Kopfball. Wenn man ein Technikvideo machen würde, würde man das darin finden. Das war super vorbereitet von unserem Geburtstagskind Stefan Lex. Eine butterweiche Flanke, Mölders zieht den ersten Innenverteidiger weg, dann ist der zweite Innenverteidiger im Eins-gegen-Eins und das ist dann schwer zu verteidigen“, analysierte Köllner nach dem Spiel. Von den Hausherren kam im ersten Durchgang offensiv gar nichts.

Michael Köllner lobt Neudecker, Mölders und Biankadi: „Das war ein Tor mit Hirn.“

In der zweiten Halbzeit taten sich die Münchner dann deutlich schwerer: „Wir haben uns das Leben selber schwer gemacht. Nach der Halbzeit müssen wir gleich das 3:0 machen durch Stefan Lex“, haderte Köllner mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. Auf der Gegenseite machte es Yannik Jaeschke im direkten Gegenzug besser. Der zur Pause eingewechselte Joker schaltete nach einem Kopfball an den Pfosten am schnellsten und musste den Ball nur noch über die Linie drücken. Doch im direkten Gegenzug stellten die Löwen den alten Zwei-Tore-Vorsprung wieder her. Merveille Biankadi traf nach Vorlage von Sascha Mölders per Schlenzer aus rund 14 Metern ins lange Ecke. „Es war ein überlegtes Tor. Wichtig war vor allem von Neudecker, dass er den Ball nochmal scharf macht. Sascha (Mölders) macht ihn natürlich super fest, sucht sich den richtigen Spieler raus und Biankadi bleibt cool und sucht sich das richtige Eck aus. Das war ein Tor mit Hirn.“

In der Folge entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Vor allem die Löwen verpassten jedoch frühzeitig den Sack endgültig zu zu machen. Und so wurde es fünf Minuten vor Schluss doch noch einmal richtig spannend. Eine schöne Freistoßvariante vollendete erneut Jaeschke aus kurzer Distanz. Im Anschluss drückte Havelse noch auf den Ausgleich, doch die Löwen retteten den knappen Auswärtssieg ins Ziel. Vor allem mit den zwei Standard-Gegentoren zeigte sich Köllner unzufrieden: „Ja, das nervt natürlich sehr. Da sind wir einfach zu spät dran. Morgen und übermorgen werden wir das analysieren. Wenn man am Dienstag schon wieder spielt, bleibt nicht viel Zeit zum Trainieren, aber zum Analysieren.“

Neben den drei Punkten freut sich der Cheftrainer auch über das Geburtstagsgeschenk von Lex an die Mannschaft: „Die nächsten Tage wird er sich sicher was einfallen lassen. Er ist ein erfahrener Spieler. Unser Vizekapitän wird sich bei so etwas sicher nicht lumpen lassen.“ (Alexander Nikel)

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