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Lob und Pfiffe für Baier

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Der Mann des Tages bei den Augsburger war ein Ex-Löwe: Daniel Baier schoss seinen ehemaligen Club ab.
Der Mann des Tages bei den Augsburger war ein Ex-Löwe: Daniel Baier schoss seinen ehemaligen Club ab. © sampics

Am Ende war alles wie gehabt. Der FC Augsburg fährt zum TSV 1860 in die Allianz Arena, bringt jede Menge Fans mit und steht am Ende als Sieger da: 3:0, 3:0, 1:0 – langsam tritt der Gewöhnungseffekt ein.

Das Sahnehäubchen beim dritten Zweitliga-Sieg des FCA in Fröttmaning in Folge lieferte ausgerechnet ein Ex-Löwe. Daniel Baier gelang in der 16. Minute das entscheidende Traumtor: Pirouette, Doppelpass mit Michael Thurk, gelupfter Ball über Philipp Tschauner. Sein erstes Tor im Trikot des FCA, und was für eines! Kapitän Lars Müller meinte: „Sowas habe ich zuletzt auf Youtube von Roman Riquelme gesehen…“

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Es war die einzige richtige Chance der Gäste an diesem Abend. Aber es reichte zum schmeichelhaften 1:0: „Ich bin überglücklich, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir haben nicht so gut gespielt wie bei unseren Auswärtsniederlagen zu Saisonbeginn. Umso mehr freuen mich die drei Punkte“, analysierte FCA-Trainer Holger Fach. Vor allem nach der holprigen Anfangsphase war das nicht unbedingt zu erwarten. „Wir haben schlafmützig angefangen, gehen durch ein sehr schönes Tor in Führung, aber haben nie Ruhe hineinbekommen, viele Standards zugelassen, Bälle zu schnell verloren und mussten bis zum Ende um die Führung bangen. Wir können viel besser Fußball spielen“, erklärte Fach.

Gut für den FC Augsburg, dass Torwart Sven Neuhaus hinten bombensicher stand. Fach lobte: „Ich muss Sven Neuhaus hervorheben. Er hat uns im Spiel gehalten.“

Der andere Matchwinner, Torschütze Baier, musste nach seinem Kunststück büßen. Die Löwen-Fans stimmten beleidigende Sprechchöre an. Seine Auswechslung in der 80. Minute wurde von einem wüsten Pfeifkonzert begleitet. „Die Beleidigungen haben schon weh getan“, gab Baier offen zu: „Schließlich bin ich sieben Jahre bei dem Verein gewesen.“

Seine Trotzreaktion: Applaus an den Löwen-Fanblock. Baier erklärte seine Geste folgendermaßen: „Ich konnte es einfach nicht verstehen, dass es so beleidigend wird. Ich glaube, ich habe mich damals anständig von den Löwen verabschiedet. Aber das sind einzelne Fan-Gruppen. Dann kommt es eben zu solchen äußerungen.“

Tobias Kimmel

Quelle: tz

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