Idealvorstellung eines Innenverteidigers

Löwe Schindler: "Mein Vorbild ist Hummels"

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Christopher Schindler muss unter Moniz neue Aufgaben übernehmen.

München - Die Idealvorstellung eines Innenverteidigers? Da muss Chris Schindler (24) nicht lange überlegen. „Mats Hummels macht das richtig stark“, sagt der 1860-Defensivmann über den 17 Monate älteren Dortmunder Kollegen und Weltmeister.

„Für mich ist er der deutsche Innenverteidiger mit dem besten Spielaufbau und von daher ganz klar ein Vorbild.“

Am planvollen Spielaufbau krankte es bei den Löwen in der jüngeren Vergangenheit gewaltig. In dieser Saison soll neben aller Zweikampf- und Laufstärke auch das spielerische Element ein Faktor werden, der, wie es Trainer Ricardo Moniz gerne formuliert, „den Unterschied“ machen soll. Und bei den Innenverteidigern fängt das Spiel nun mal meistens an.

"Das Risiko beim Pass genau kalkulieren"

„Früher hieß es, erstmal sicher stehen“, berichtet Schindler von der Maurer- und Funkel-Zeit bei 1860. Ricardo Moniz, der neue Trainer, fordere nun, „dass die Innenverteidiger in der Spieleröffnung gleich drei, vier gegnerische Spieler überspielen sollen, um schnell gefährliche Situationen einzuleiten“. Mut, Auge und Präzision seien dabei ebenso gefragt, wie ein vernünftiges Abwägen. „Das Risiko beim Pass genau kalkulieren zu können, ist auch eine Qualität“, weiß Schindler. Besagter Hummels habe in der Nationalmannschaft auch eine gewisse Zeit gebraucht, „bis er richtig reingekommen ist“.

Um seinen Stammplatz musste sich Schindler in der Saisonvorbereitung keine Sorgen machen. Im Gegensatz zu seinem Kollegen Gui Vallori, der sich einstweilen gegen Zugang Gary Kagelmacher durchgesetzt hat, gilt Schindler als Defensivmann der blauen Zukunft – auch wenn die Vertragsverlängerung bis 2016 noch unter dem inzwischen geschassten Sportchef Florian Hinterberger vollzogen wurde. Am Montagabend auf dem Betzenberg stehen Schindler und das neue Sechzig nun erstmals auf dem Prüfstand. An Selbstbewusstsein mangelt es den Löwen nicht. „Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass wir als Mannschaft stark genug sind, um Lautern zu schlagen“, sagt Schindler. „Wir wollen denen auch in ihrem Stadion unser Spiel aufzwingen.“

So sieht’s auch Julian Weigl. „Die Hütte dort wird brennen. Und ich freu mich drauf!“, sagt der 18-jährige Vielleicht-bald-Kapitän. "Ich find’s gut, gleich zum Auftakt so einen Kracher zu haben. Dann können wir im Siegfall gleich mit breiter Brust zurückkehren.“

Moniz wird’s gerne hören. „Weigl“, sagt der Coach, „wird jetzt ein Mann“. Das „Babyface“ sei schon so gut wie weg.

lk

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