Kontrakt in „beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst“

Löwen bestätigen Vertragsauflösung mit NLZ-Chef Schellenberg

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Wolfgang Schellenberg verlässt den TSV 1860.

De TSV 1860 hat am Dienstagabend die Vertragsauflösung mit Wolfgang Schellenberg, dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ), bekannt gegeben. 

Der TSV 1860 und Wolfgang Schellenberg gehen künftig getrennte Wege. Wie der Verein am Dienstagabend mitteilte, werde der Vertrag mit dem bisherigen Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) „in beiderseitigem Einvernehmen zum 31.12.2017 aufgelöst“. Der Münchner Merkur hatte von der bevorstehenden Trennung bereits am Sonntagabend exklusiv berichtet.

„Wir gehen als Freunde auseinander“, wird Geschäftsführer Markus Fauser in der am Dienstagabend verschickten Pressemitteilung zitiert. „Nach einer gemeinsamen Analyse der aktuellen Situation sind wir übereinstimmend zu dem Entschluss gekommen, dass ein Wechsel auf der Position des NLZ-Leiters zu neuen Impulsen im Verein und der Jugendarbeit führen wird.“

Der scheidende Schellenberg, für den sich Fußballabteilungsleiter Roman Beer eine Rückkehr in den Jugendbereich als Trainer vorstellen kann, beteuert: „Es ist ein Abschied ohne Groll. Für beide Seiten ist es Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich werde mich Sechzig immer verbunden fühlen. Die letzten Jahre waren sehr intensiv.“ 

Bis auf Weiteres wird Jürgen Jung die Leitung des NLZ, das auch eine neue sportliche und organisatorische Struktur bekommen soll, übernehmen.

Die Pressemitteilung des TSV 1860 im Wortlaut

Nach insgesamt 13 Jahren beim TSV 1860 München verlässt Wolfgang Schellenberg, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) und zeitweiliger Co-Trainer der ersten Mannschaft, den Verein.

Sein Vertrag wird vorzeitig nach vertrauensvollen Gesprächen in beiderseitigem Einvernehmen zum 31.12.2017 aufgelöst. „Wir gehen als Freunde auseinander“, sagt Geschäftsführer Markus Fauser. „Nach einer gemeinsamen Analyse der aktuellen Situation sind wir übereinstimmend zu dem Entschluss gekommen, dass ein Wechsel auf der Position des NLZ-Leiters zu neuen Impulsen im Verein und der Jugendarbeit führen wird.“

„Es ist ein Abschied ohne Groll“, erklärt Wolfgang Schellenberg. „Für beide Seiten ist es Zeit, ein neues Kapitel aufzuschlagen. Ich werde mich Sechzig immer verbunden fühlen. Die letzten Jahre waren sehr intensiv.“

„Ich kann mir durchaus eine Rückkehr von Wolfang Schellenberg als Trainer im Jugendbereich vorstellen“, so Fußballabteilungsleiter Roman Beer. 

Geschäftsführer Fauser und der Verein danken Wolfgang Schellenberg für eine lange und überaus erfolgreiche Zeit. Bereits in den Jahren 1997 bis 1998 arbeitete Schellenberg als Jugendtrainer für die Sechziger, ebenso von 2002 bis 2007, wobei er bereits als Jugendkoordinator fungierte. In der Saison 2011/2012 übernahm Wolfgang Schellenberg den Posten des Co-Trainers der Profi-mannschaft, im Februar 2012 wurde ihm die Leitung des Nachwuchsleistungs-zentrums übertragen. Unter seiner Führung schafften zahlreiche Jugendspieler des Vereins den Sprung in den Profifußball, zuletzt etwa Julian Weigl, Marius Wolf. Ebenso Florian Neuhaus, Alex Fuchs, Marin Pongracic oder Felix Uduokhai.

„Hinzu kommt, dass aktuell 16 Spieler aus dem eigenem NLZ dem Kader der ersten Mannschaft angehören und wir bei der letzten Zertifizierung das maximale Ergebnis von drei Sternen erreichen konnten,“ so Schellenberg. Als Jugendtrainer bei den Löwen brachte Schellenberg Bundesligastars wie Sven und Lars Bender, Christian Träsch und Stefan Aigner hervor und konnte 2006 mit der U17 die bisherige einzige deutsche Jugendmeisterschaft für den TSV 1860 München gewinnen. 

Nach dem Zwangsabstieg in die 4. Liga half Schellenberg vor der laufenden Saison Trainer Daniel Bierofka tatkräftig bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft. „Wir verlieren mit Wolfgang Schellenberg einen Leistungsträger“, sagt Geschäftsführer Fauser.

Bis auf Weiteres wird Jürgen Jung die Leitung des NLZ übernehmen. Die neue sportliche und organisatorische Struktur des NLZ wird spätestens Anfang des neuen Jahres vorgestellt. Schellenberg wünscht sich, „dass der eingeschlagene Weg der letzten Monate beim TSV 1860 fortgeführt wird und sich der Traditionsverein bald wieder in der Bundesliga wiederfindet. Natürlich mit möglichst vielen Eigengewächsen, die im NLZ ausgebildet wurden.“

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