1. tz
  2. Sport
  3. 1860 München

"Der Schiedsrichter war völlig überfordert"

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Benny Lauth sorgte für den zwischenzeitlichen Ausgleich © dpa

München - Auch wegen einer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung ist der TSV 1860 mit einer Niederlage gegen den VfL Bochum in die Rückrunde gestartet.

1:3 verloren die Löwen das Verfolger-Duell - dahin sind die Hoffnungen auf einen Traumstart in die Rückrunde und den Beginn einer Aufholjagd. "Wir brauchen jetzt nicht mehr nach oben zu schauen", zeigte sich Kapitän Daniel Bierofka nach dem Abpfiff enttäuscht.

Die 16.150 Zuschauer in der Allianz Arena sahen eine eher verhaltene Anfangsphase. Kurz vor der Halbzeit kam dann große Aufregung ins Spiel: Schiedsrichter Tobias Welz pfiff Strafstoß (44.) und schickte Kai Bülow vom Feld. Der Innenverteidiger soll Matthias Ostrzolek gehalten haben.

"Der Schiri muss sich selber fragen, was er da gepfiffen hat", kritisierte Benny Lauth später. Die Bochumer nahmen das Geschenk gerne an: Zlatko Dedic verwandelte sicher.

Nach dem Wechsel kam es zur zweiten umstrittenen Schiedsrichterentscheidung: Welz ahndete Reiner Maurers lautstarke Beschwerden und verbannte den 1860-Coach auf die Ränge. Lauth: "Dass er auch noch den Trainer auf die Tribüne schickt, zeigt, dass er völlig überfordert war."

Bilder und Einzelkritik: 3x Note 5

Die Löwen krempelten trotzdem die Ärmel hoch: Lauth glich in der 72. Minute nach einem schönen Bell-Pass aus. Die Freude währte nicht lange: Kiraly lenkte einen harmlosen Schuss von Mirkan Aydin (78.) ins Tor, Christoph Dabrowski (83.) erzielte das dritte Bochumer Tor.

"Der Elfmeter war sicher mit ausschlaggebend", sagte Kapitän Daniel Bierofka nach Spielschluss. "Wenn der Schiedsrichter Elfmeter pfeift, muss er nach der Regel auch Rot zeigen. Aber aus meiner Sicht war es kein Elfmeter. "

Bierofka lobte die kämpferische Einstellung seiner Kollegen: "Mit zehn Mann haben wir alles gegeben, sind dann in einen Konter gelaufen - das darf nicht passieren." In der ersten Halbzeit sei das Team zu passiv gewesen, "in der zweiten war's in Ordnung."

Sechs Punkte trennen die Löwen aktuell vom dritten Tabellenplatz, doch Aue, Duisburg und Frankfurt können in ihren noch ausstehenden Spielen dafür sorgen, dass der 1860-Rückstand noch anwächst. Bierofka: "Der Abstand ist brutal groß. Wir müssen jetzt von Spiel zu Spiel schauen."

al/lk/dpa

Einblicke in die Löwen-Kabine

Alle wichtigen Ereignisse können Sie hier im Live-Ticker nachlesen

Auch interessant

Kommentare