Schindler will Hoffenheim aus dem Pokal werfen

Löwen-Kapitän: Kampfansage an Kumpel Volland

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Christopher Schindler (r.) hofft auf ein Weiterkommen seiner Löwen innerhalb von 90 Minuten.

München - Außerhalb des Fußballplatzes sind sie beste Kumpel, auf dem Rasen der Fröttmaninger Arena treffen sie am Samstag um 18 Uhr im DFB-Pokal als Gegner aufeinander. Die Rede ist von 1860-Kapitän Christopher Schindler (25) und Hoffenheims Topstürmer Kevin Volland (23).

„Ich freue mich, dass ich mit Kevin mal wieder gemeinsam auf dem Platz stehe“, sagt Schindler. Volland ist froh, „dass ich in der Arena jetzt auch mal gegen 1860 spielen kann und nicht nur immer gegen Bayern“.

Volland und Schindler – beide feierten ihr Profidebüt im Herbst 2010. Volland wurde am 6. Spieltag beim 2:1 in Augsburg für Daniel Bierofka eingewechselt, Schindler eine Woche später beim 1:0 gegen Union Berlin für Aleks Ignjovski. Zwei Jahre spielten sie gemeinsam in der Zweiten Liga für Sechzig, im Sommer 2012 trennten sich die Wege, als Volland eine Klasse höher nach Hoffenheim ging.

Wer am Samstag beim vereinbarten Trikottausch das Siegerlächeln im Gesicht tragen wird? „Ich wäre zufrieden, wenn wir den Sack in 90 Minuten zumachen könnten“, sagte Volland jüngst im tz-Interview. Schindlers Konter: „Auch wir wollen es in den 90 Minuten für uns klarmachen. Es ist nicht so, dass wir auf ein Elfmeterschießen spekulieren. Wir spielen auf Sieg!“

Mit welchem Rezept? „Wir haben Freiburg vergangene Woche mit unserer Kompaktheit und Laufstärke vor sehr große Probleme gestellt“, weiß Schindler, „aber letztlich geht es darum, dass wir solche Spiele auch gewinnen. Hernach zu erzählen, dass wir eigentlich gut gespielt haben und uns nicht dafür belohnt haben, das bringt uns nicht weiter.“

Löwen vor dem Pokal: Schwitzen für die Sensation

So schaut’s aus. Null Punkte und null Tore in der Liga, nach dem Pokalspiel gegen Hoffenheim geht’s in der Liga auswärts gegen Nürnberg, danach zu Hause gegen Union Berlin und anschließend nach Bochum. Ein knackiges Programm für die noch immer auf Offensiv-Verstärkungen wartenden Löwen.

Im Pokal dürfte es keine großen Änderungen der Freiburg-Startelf geben. Stefan Ortega wird für Vitus Eicher das Tor hüten, möglicherweise kommt Korbinian Vollmann für Stephan Hain ins Team. Die Hoffenheimer reisen mit Respekt nach München. „Ein Traumlos war 1860 sicherlich nicht“, sagt Mittelfeld-As Pirmin Schwegler. „Sie sind schon in der Saison und wir wissen noch nicht genau, wo wir stehen. Letztlich geht es darum, eine Runde weiterzukommen. Das ist unser Anspruch. Die Sechziger haben weniger zu verlieren. Auch, weil sie nicht so gut in die Saison gestartet sind. Sie werden alles reinwerfen und das müssen wir auch tun. Der Klub hat sich letztes Jahr mit etwas Glück gerettet, aber da ist schon Qualität in der Mannschaft.“

Schlusswort Chris Schindler: „Selbst für einen Kevin Volland wird’s schwer, wenn er keinen Platz zum Spielen bekommt und sich immer gegen zwei Leute durchsetzen muss.“ Beweistermin am Samstag.

lk

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