1. tz
  2. Sport
  3. 1860 München

Fall Matmour: Löwen mit drastischen Schritten

Erstellt:

Von: Michael Grözinger

Kommentare

Karim Matmour stehen harte Zeiten bevor.
Karim Matmour stehen harte Zeiten bevor. © picture alliance / dpa

München - Karim Matmour scheint beim TSV 1860 München keine Zukunft zu haben. Kürzlich machten Mobbing-Gerüchte die Runde. Jetzt zeigen die Löwen eine drastische Reaktion.

Seit Wochen ist Karim Matmour ein Streitfall beim TSV 1860 München. Obwohl der Algerier in der Hinrunde nur vier Ligaspiele der Löwen verpasste und unter Trainer Kosta Runjaic eine wichtige Stütze war, konnte er Vitor Pereira nicht von sich überzeugen. Nicht einmal berief ihn der Coach bei Pflichtspielen in den Kader.

Pereira reagiert sensibel auf das Thema Matmour

Der TSV legte seinem Spieler einen Wechsel nahe, im Winter kam dieser jedoch nicht zustande. Seither scheint das Tischtuch zerschnitten. Zuletzt mussten sich die Löwen sogar gegen Mobbing-Vorwürfe wehren. Wie heikel das Thema ist, zeigt auch die sensible Reaktion von Pereira auf der letzten Pressekonferenz. Als die Causa Matmour aufkam, drohte der Portugiese gar mit dem Abbruch der PK. Jetzt meldet sich der Verein mit einer Pressemeldung - und gibt ein neues pikantes Detail bekannt.

Degradierung: Matmour trainiert mit den Amateuren

„Karim Matmour hatte wie alle anderen Spieler des Profi-Kaders die Chance, sich in der Winter-Vorbereitung zu präsentieren. Dabei konnte der offensive Mittelfeldspieler Cheftrainer Vitor Pereira nicht davon überzeugen, dass er ihm langfristig bei der Umsetzung seiner Spielidee und beim Erreichen der Ziele des TSV 1860 weiterhelfe“, teilten die Löwen am Freitag auf ihrer Homepage mit. „Aus diesem Grund haben wir Matmour einen Wechsel nahegelegt und unterstützen den Spieler bei der Suche eines neuen Klubs.“

Die Konsequenzen für den Algerier sind jedoch drastisch: „Matmour wird ab sofort mit dem U21-Team trainieren“, heißt es. Dort habe er die faire Chance, sich erneut für die Profis zu empfehlen. Was nett klingt, ist schlicht eine Degradierung und damit ein weiteres klares Zeichen, dass der unzufriedene 31-Jährige in München wohl keine Zukunft haben wird.

Löwen kritisieren ihren Spieler

Doch nicht nur Matmour, auch die Löwen fühlen sich offensichtlich auf den Schlips getreten. „Warum Matmour nun versucht hat, über die Medien Druck auf den Klub auszuüben, ist nicht nachvollziehbar“, schreiben sie auf der vereinseigenen Website. Anschließend schießen die Münchner scharf: „Es lässt uns darauf schließen, dass er lediglich das Ziel verfolgt, finanziellen Nutzen aus dieser Situation zu ziehen.“ Eine Rückkehr des Algeriers ins Profi-Team scheint daher unmöglich.

mg

Auch interessant

Kommentare