Vor dem Relegationsspiel gegen Kiel

Löwen hoffen auf den Trainingslager-Effekt

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Der Bus wird gepackt - ab Mittwoch geht es ins Kurz-Trainingslager.

München - Volle Konzentration auf Kiel! Das ist die Devise für den TSV 1860. Die Löwen bereiten sich deshalb in einem Kurz-Trainingslager auf das Relegationsspiel gegen die Holsteiner vor.

Beim Kampf um den Klassenverbleib in der 2. Bundesliga will sich der TSV 1860 München total „fokussieren“. Bereits zwei Tage vor dem ersten von zwei Relegationsspielen gegen Holstein Kiel reisen die Löwen an diesem Mittwoch in den Norden. In Norderstedt bei Hamburg wollen sich Trainer Torsten Fröhling und sein Team auf die Begegnung beim Drittliga-Dritten einstimmen.

„Die beiden Spiele sind nicht nur enorm wichtig für uns, sondern für den gesamten Verein. Darauf wollen wir uns bestmöglich vorbereiten und fokussieren. Und deshalb möchten wir unter uns sein“, sagte Fröhling zu dem Schritt vor der Partie am Freitag (20.30 Uhr) in Kiel. Am Tag nach der Begegnung trainieren die Münchner auch noch im Norden, ehe sie zurückreisen. Das Rückspiel findet am Dienstag in der Allianz Arena statt.

Nachdem im letzten Heimspiel der Münchner in der regulären Saison 68 500 Zuschauer kamen, wird auch für das Rückspiel gegen Kiel eine beachtliche Kulisse erwartet. „Gemeinsam drinbleiben“, lautet der Slogan, mit dem die Münchner ihre Anhänger noch einmal zu motivieren versuchten. „Dank anderer sind wir noch in der Relegation, können die Liga aus eigener Kraft halten. Jetzt müssen wir es aber selbst regeln“, sagte Fröhling.

DFB-Pokalsieg in Kiel als Motivationshilfe

In der ersten Runde des DFB-Pokals gewannen sie beim Drittligisten zu Saisonbeginn mit 2:1. Ricardo Moniz saß damals noch als Trainer auf der Bank. Fröhling weiß, was 1860 gegen die Kieler erwartet. In der Saison 2009/10 trainierte er dort die U23. Nach der Beurlaubung des damaligen Cheftrainers Falko Götz arbeitete er für einige Wochen als Interimstrainer der ersten Mannschaft.

Die Münchner bangen, die Kieler hoffen. „Seit Jahrzehnten wird das der Höhepunkt der Vereinsgeschichte“, schwärmte Präsident Roland Reime bereits. Die Karten für das 10 000 Zuschauer fassende Holstein-Stadion waren binnen weniger Minuten verkauft. Laut Geschäftsführer Wolfgang Schwenke hätten 25 000 Tickets abgesetzt werden können. Falls die KSV aufsteigen sollte, wird das Stadion auf 15 000 Plätze ausgebaut.

Im Rückspiel in München erwartet die Kieler in der 75 000 Plätze bietenden Allianz-Arena ein anderer Anblick. „Vor so einer Kulisse hat von uns bislang kaum einer jemals spielen dürfen, ich auf jeden Fall nicht“, sagte Kiels Kapitän Rafael Kazior.

dpa

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