Sechzig mit zweitem Sieg infolge

Löwen bissig: "Keiner von uns hat Bock abzusteigen"

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Kein Gegentor bei den Roten Teufeln aus Kaiserslautern. Löwen-Schlussmann Stefan Ortega will auch im kommenden Duell gegen Sandhausen die Null halten. 

München - Der TSV 1860 München hat eine Serie gestartet. Mit dem zweiten Sieg infolge wächst das Selbstvertrauen im Abstiegskampf. Nun soll gegen den SV Sandhausen der nächste Schritt folgen.

Die „Löwen“ leben - und wie! Nach dem zweiten Sieg nacheinander in der 2. Fußball-Bundesliga hat der abstiegsbedrohte TSV 1860 München Lust am Gewinnen entwickelt. „Wir schaffen es jetzt, gemeinsam in eine Richtung zu arbeiten“, beschrieb Torschütze Kai Bülow das neue Erfolgsrezept nach dem überraschenden 1:0 (1:0) am Dienstagabend beim 1. FC Kaiserslautern. „Wichtig ist, dass wir so weitermachen.“

Solche Glücksgefühle kannten die „Löwen“ schon lange nicht mehr. Mit nun 21 Punkten liegen die Münchner zwar weiter auf Relegationsrang 16. Viel wichtiger ist derzeit aber, dass sie Stück für Stück den Druck auf Fortuna Düsseldorf erhöhen. Die Rheinländer sind als Tabellen-15. nur noch drei Punkte weit weg.

Nach der dritten ungeschlagenen Partie in Serie will die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann umgehend weitere Erfolgsmomente folgen lassen. Am besten schon im Heimspiel am Freitag (18.30 Uhr/Sky) gegen den SV Sandhausen, der sich dem 1. FC Nürnberg mit 0:2 geschlagen geben musste. „Keiner von uns hat Bock abzusteigen“, stellte Schlussmann Stefan Ortega nach dem ersten Auswärtssieg klar.

Und diesen hatten die 60er wieder einmal Bülow zu verdanken, der sich zum Mann für das 1:0 entwickelt. Vor knapp einer Woche hatte er die Führung beim 3:2 gegen Fortuna Düsseldorf erzielt, nun war der Verteidiger schon in der 18. Minute per Kopf zur Stelle. „Das kann so weitergehen“, meinte der Relegationsheld bestens gelaunt, „aber letztlich ist es ein Verdienst der Mannschaft. Wir haben uns bei Standards stark verbessert. Das trägt jetzt Früchte. Außerdem standen wir heute defensiv sehr gut.“

Spielerisch offenbarten die Münchner indes weiter einige Mängel. Fußballerisch sei das „nicht unser bestes Spiel“ gewesen, befand Möhlmann, vor allem im Vorwärtsgang. „Wir haben nicht so nach vorne gespielt, wie wir es können. Erst in den letzten zehn Minuten kamen wir wieder zu Chancen. Deshalb war es ein glücklicher Sieg.“

Dafür gefiel Möhlmann, der auf dem Betzenberg seinen 200. Erfolg als Zweitligatrainer feierte, der Geist seiner Mannschaft. „Der Zusammenhalt war sehr gut. Dieser gemeinsame Wille ist das, was wir in unserer Situation brauchen. Wir haben uns 90 Minuten gegen einen druckvollen Gegner gewehrt.“

dpa

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