Die Löwen nach dem Sieg gegen Grödig

"Wir stehen ja immer noch unten drinne"

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Stefan Ortega.

München - Der Sieg gegen Grödig hat bei den Löwen die Stimmung verbessert. Die Tabellensituation aber natürlich nicht.

Eine Woche danach also: Kein starker Wind, keine aggressiven Schwaben. Dafür: Viele besorgte Löwen-Gesichter. Präsident Gerhard Mayrhofer schaute aus sicherer Entfernung zu – aus einem Bürofenster im 3. Stock. Unten standen zwei Meisterlöwen (Patzke, Reich) und ein Aufstiegsheld (Winkler).

Das 0:4 gegen Stuttgart II hatte Alarm ausgelöst, im Verein, im Umfeld. Aber: Am Ende konnten alle, denen das Schicksal des TSV 1860 am Herzen liegt, zufrieden sein, zumindest mit Einstellung und Ergebnis. Der zweite Test der Vorbereitung brachte einen 2:1-Arbeitssieg gegen die Ösi-Kicker des SV Grödig.

Als Retter des Betriebsfriedens wurde hinterher gefeiert: Valdet Rama, Schütze beider Treffer. Rama kam mit sechs Kollegen zur zweiten Halbzeit, als es 0:1 gestanden hatte. Reyna hatte nach elf Minuten Gary Kagelmacher ausgetanzt. Ein guter Mann, der von Salzburg ausgeliehene Peruaner. Doch auch Rama konnte nachweisen, dass er ein wertvoller Individualist ist. Satter Distanzschuss – 1:1 (62.). Cooler Elfmeter, nachdem Wolf im Strafraum zu Fall gekommen war: 2:1 (87.).

„Der Sieg war wichtig für uns – für den Kopf und alles“, sagte Rama. Letztlich war der Sieg sogar für seinen Rücken wichtig. Der Albaner weiß jetzt, dass die vielen Stabilitätsübungen während der Winterpause nicht umsonst gewesen sind. „Es geht etwas besser“, sagte er. Wegen einer Überlastungsreaktion hatte Rama die letzten Spiele im alten Jahr nur unter Schmerzen bestreiten können.

Und der Patient 1860? Über den Berg ist er natürlich noch nicht, obwohl die Profis ihren Auftritt ziemlich gut fanden. „Wir waren aggressiv und dominant“, sagte Guillermo Vallori: „Das war ein ganz anderes Gesicht als gegen Stuttgart.“ Auch Trainer Markus von Ahlen sprach von einer „Leistungssteigerung“. Nur Stefan Ortega, der gab mal wieder den Mahner. „Wir stehen ja immer noch unten drinne“, spielte der Torhüter auf die Tabelle an und empfahl für die nächsten Wochen: Schweiß und gute Gedanken. „Wir müssen versuchen, so positiv wie möglich an die Sache ranzugehen.“

Uli Kellner

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